Was schützt wirklich vor Autodiebstahl?

Am Markt tummeln sich zahlreiche Anti-Diebstahlprodukte mit unterschiedlichem Wirkprinzip.

Gibt es ein wirksames Mittel gegen Autodiebstahl? Unsere Experten haben verschiedene mechanische und elektronische Arten der Diebstahlsicherung auf ihre Effektivität hin untersucht. Wir erklären euch die gängigsten. 

Da kein System allein wirksamen Schutz verspricht, sollten Verbraucher mehrere Anti-Diebstahlprodukte kombinieren und auch gewissenhaft aktivieren bzw. pflegen (z.B. Akkus aufladen). Belebte oder bewachte Parkplätze und abschließbare Garagen bieten zusätzlichen Schutz. Gleichzeitig sind die Fahrzeug-Hersteller aufgefordert, serienmäßig zeitgemäßen Diebstahlschutz anzubieten.

Lenkradsperre

Die Metallkonstruktion wird am Lenkrad befestigt und verhindert das Lenken. Die Kosten dafür variieren zwischen 30 und 60 Euro. Eine Lenkradsperre wirkt abschreckend, die Montage ist jedoch umständlich, die Sperre muss beim Fahren sicher verstaut werden.

Parkkralle

Die Metallkonstruktion am Rad verhindert das Wegfahren und wirkt wie die Lenkradsperre für Diebe abschreckend. Kosten: Von 20 bis 150 Euro ist für jeden Geldbeutel was dabei.

Ventilwächter

Der Ventilwächter ist ein Aufsatz für das Reifenventil, der durch die Fliehkraft beim Fahren Luft ablässt. Dieser Diebstahlschutz kann allerdings auch schnell gefährlich werden, wenn der Besitzer vergisst, den Wächter zu entfernen und der Wagen mangels Reifendruck ins Schleudern gerät. Die Kosten belaufen sich auf rund 50 Euro.

Lenksäulensperre

Das ist eine mechanische Sperre, die die Lenkraddrehung verhindert und den Motorstart unterdrückt. Die Sperre muss vor jedem Verlassen des Fahrzeugs aktiviert werden. Der Einbau ist allerdings nur von einem Fachbetrieb möglich, die Kosten können je nach Anbieter variieren.

Schalthebelsperre

Sie verhindert bei eingelegtem Rückwärtsgang das Gangschalten. Auch hier ist der Einbau nur durch Fachpersonal möglich.

Felgenschloss

Pro Rad wird eine Befestigungsschraube durch eine spezielle Schraube ersetzt, die nur mit einem codierten Steckschloss zu lösen ist. Pro Set kostet das Felgenschloss circa 10 bis 30 Euro. Nachteil: Diebe haben Steckschlüssel oft vorrätig.

Strahlenschutz/ Schlüsseldose

Ein Etui soll Keyless-Schlüssel abschirmen, um so die Funkverlängerung zu verhindern. Der Schutz funktioniert allerdings nicht immer zuverlässig, und nicht jeder Schlüssel passt in das Behältnis. Außerdem führt es das schlüssellose Schließsystem ad absurdum.

GPS-Tracker

Ein im Fahrzeug abgelegtes Modul übermittelt per Smartphone oder Tablet den Standort des Fahrzeugs. Teilweise warnt auch ein automatischer Alarm beim Verlassen einer bestimmten Geo-Zone. Die Kosten können zwischen 30 und 300 Euro variieren.

Alarmanlage

Eine versteckte Elektronik löst bei Erschütterungen, Glasbruch, Neigungsänderung (z.B. beim Abschleppen oder Anheben auf Anhänger) oder Spannungsabfall (z.B. durch Innenbeleuchtung, die sich beim Türöffnen einschaltet) Alarm aus. Unsere Experten empfehlen in diesem Fall CAN-Bus-Produkte, da sie weniger Verdrahtungsaufwand mit sich bringen und sich durch den original Fahrzeugschlüssel entschärfen lassen. Nachteil: Die Alarmanlage ist oft anfällig für Fehlalarm und dadurch bei einem tatsächlichen Diebstahl weniger wirksam.

OBD-Saver

OBD steht für Onboard-Diagnose-Buchse und ist ein abschließbarer Deckel, der das Ausprogrammieren der Wegfahrsperre verhindern soll. Der Einbau durch die Fachwerkstatt kostet allerdings rund 200 Euro.

 

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5 Kommentare

  1. Neurowolf sagt:

    Unsere Experten …. auf ihre Effektivität hin untersucht.

    Ja, und wo ist das Ergebnis?

  2. Dieter Gerecke sagt:

    Ich verlasse mich bei meinem Insignia auf Opel Onstar
    Das geklaute Auto wird von Onstar geortet und die Polizei informiert.
    Das tollste ist jedoch, sollte der Dieb den Motor abschalten kann Onstar
    das Fahrzeug abschalten

  3. ich möchte ihre volontärin nicht beleidigen,aber der artikel ist irgendwie daneben.der adac testet doch alles mögliche.
    also los,lenkradsperre testen und vorstellen,parkkralle – lenksäulensperre – schalthebelsperre usw.-testen und vorstellen.
    übrigens,wer haftet beim einsatz von ventilwächtern für schäden an dritten?
    diesen artikel überhaupt zu erwähnen ist schon grenzwertig

  4. Janneke sagt:

    Mein Onkel Willi hat einen geheimen Schalter eingebaut, der den Strom zum Starten unterbrach. Wer nicht wusste, wo der Schalter sitzt, konnte das Auto nicht starten.

  5. Werner Elsner sagt:

    Das sicherste war auch schon früher ein unauffälliger selbstgebauter Diebstahlschutz der ein wichtiges Motorbauteil stromlos schaltet. So was hören unsere Experten natürlich nicht gern. Aber kein Dieb kann da an einem gleichen Auto angelernt werden oder üben. Man kann auch ein wichtiges Relais im Motorraum abziehen, das habe ich im Ausland gemacht. Das kostet den Dieb unnötig Zeit.

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