Warum so teuer? Kostenfaktor Batterie

Für den Otto Normalverdiener ist die Anschaffung eines Elektroautos fast undenkbar. Warum muss der Spaß eigentlich so teuer sein?

Das erste nach Großserienmaßstäben gefertigte Elektroauto, das man kaufen konnte, war der Tesla Roadster. Ein Traumsportwagen, gut und gern 100.000 Euro teuer. Unser Karabag 500E kostet etwa das Vierfache eines Fiat 500. Leider. Auch da braucht Otto Normalverdiener noch nicht einmal anzufangen, über die Anschaffung nachzudenken. Die nächsten, in noch größeren Stückzahlen gefertigten Autos, die als Elektroversion auf den Markt kommen, werden ebenfalls reichlich Geld kosten. Das führt zu der leicht frustrierenden Frage: Warum muss der Spaß eigentlich so teuer sein?

Die Antwort ist relativ einfach: Wichtigster Kostenfaktor ist die Batterie. Vor etwa zwei Jahren noch musste sie mit 1000 Euro pro Kilowattstunde veranschlagt werden. Heute ist die Kilowattstunde für etwa 600 Euro zu bekommen. Das würde für einen E-Golf mit 35 kW/h-Batterie aber immer noch 21.000 Euro bedeuten – nur für die Batterie. Ziel der Industrie ist es, die Batteriekosten in etwa drei Jahren auf 250 Euro pro kW/h zu senken. Das wären dann hypothetische 8750 Euro für das Akkupaket. Aber so weit ist die Industrie noch nicht. Und was der gesamte E-Golf dann kosten würde, steht ebenfalls noch in den Sternen. Und wenn man über einen Elektro-Smart nachdenken würde? Ach, vergessen wir’s … Wer aber mal das Gefühl ausprobieren will, mit einem Elektroauto unterwegs zu sein, für den gibt es die Möglichkeit,  sich einen Karabag 500E einen Tag lang zu mieten. Rund 60 Euro pro Tag kostet das – bis September bei Sixt in München, danach in Hamburg, Dresden, Berlin, Leipzig und Frankfurt.

Stand: August 2010


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