Rettung aus einem E-Auto

Spreizwerkzeug im Einsatz: Aufgrund der verbauten Batterien muss die Feuerwehr den Umgang mit E-Autos speziell üben.

Wie schnell können Menschen aus einem verunglückten E-Auto gerettet werden? Das haben wir zusammen mit der Feuerwehr an einem Opel Ampera-e getestet.

Zusammen mit der Berufsfeuerwehr Augsburg haben wir die Rettungsübung im ADAC Technikzentrum in Landsberg durchgeführt. Dabei wollten wir analysieren, wie schnell die Feuerwehr Unfallopfer aus einem E-Auto befreien kann.

Das Ergebnis: Die Rettungskräfte öffneten den Opel Ampera-e mit ihren hydraulischen Schneide- und Spreizwerkzeugen problemlos. Innerhalb von 20 Minuten konnten sie den Unfall-Dummy aus dem verformten Autowrack retten und den Elektroantrieb des Opels sicher deaktivieren.

Wichtige Vorbereitung auf Rettung

Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik, erklärt, weshalb es wichtig ist, solche Rettungsaktionen zu trainieren: “Mit der zunehmenden Zahl von Elektroautos auf deutschen Straßen werden auch Unfälle und Rettungsaktionen dieser Art steigen. Wir bereiten uns aktiv darauf vor. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur künftigen Personenrettung und zum Schutz der Einsatzkräfte.”

Schnelle Hilfe dank Rettungskarte

Die Rettungskarte ist bei Elektroautos von besonderer Bedeutung. Sie zeigt auf einen Blick, wo aufgrund von Stromleitungen und Batterien Hochspannung herrscht und an welchen Stellen das Fahrzeug aufgeschnitten werden kann. Mithilfe des Datenblatts kann Unfallopfern schneller geholfen werden.

Bereits 2014 haben wir zusammen mit der Berufsfeuerwehr Augsburg Schneideversuche am BMW i3 unternommen. Auch bei diesem Elektroauto gab es keine Probleme. Die Karosserie des BMWi3 besteht aus Carbon-Faserstoff, die des Opel Ampera-e dagegen aus Stahl. Je nach Material muss die Feuerwehr unterschiedliches Werkzeug bei der Rettung benutzen.

 

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Johannes
Johannes

Aufgewachsen in München, Studium in Passau. In der ADAC Online-Redaktion volontiert und gleich geblieben.

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