Radstätten - Rasten mit Rädern

Er führt auf gut 1100 Kilometern Länge von Bonn nach Berlin und verbindet die alte mit der neuen deutschen Hauptstadt – der Radweg Deutsche Einheit. Auf dieser Fernverbindung für Radfahrer gibt es jetzt die ersten Radstätten. Das sind Raststätten speziell für Radfahrer, ausgerüstet mit digitalen Angeboten und Ladestationen für e-Bikes.

25 Jahre nach der Wiedervereinigung wurde der Radweg Deutsche Einheit vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) 2015 ins Leben gerufen. Er soll Radtourismus, Digitalisierung und Elektromobilität sinnvoll miteinander verbinden. Entlang der Route könnt ihr an mehr als 100 Orten Station machen und dort in die deutsch-deutsche Geschichte eintauchen. Aber Radfahrer sollen nicht nur historische Rückblicke, sondern auch "in die Zukunft weisende Projekte" erleben können, wie die Macher betonen.

Moderne Raststätten für Radfahrer

Auf dem durch die sieben Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin verlaufenden Radweg sollen "Rasten, Informieren und Erleben auf eine neue Stufe" gehoben werden. Dabei spielen vor allem digitale Komponenten eine zentrale Rolle, die an den neu konzipierten Radstätten eingesetzt werden. Entlang der gesamten Strecke entstehen zahlreiche dieser Servicestationen. Je nach Typ sind folgende Module enthalten:

  • Infopaneel mit analogen Informationen
  • Touch-Panel-PC für digitale Informationen
  • Hotspot für kostenloses WLAN
  • Lademöglichkeit für Pedelecs
  • Witterungsschutz mit Sitzbank und Beleuchtung
  • Fahrradständer
  • verschließbare Fahrradboxen
  • Ladeschließfächer mit 2 Steckdosen und LED-Beleuchtung
  • Gepäckfächer
  • Servicestation mit Reparaturset und Luftpumpe
  • Trinkwasserzapfstelle
  • LED-Beleuchtung
  • Abfallbehälter

Bis ins Jahr 2020 sollen rund 30 dieser Radstätten entstehen, möglichst gleichmäßig auf die Strecke verteilt. Eine eigene App und eine Website informieren über die aktuellen Entwicklungen und die neuen Standorte.

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2 Gedanken zu “Radstätten – Rasten mit Rädern

  1. Das Konzept ist leider mehr unter dem Gesichtspunkt „cool“ als „relevant“ konzipiert und zeugt von mangelndem Fachwissen. Ein ganz wichtiges Element fehlt: Das WC. Das ganze Pause-Zeugs mag bei in der Freizeit genutzten Strecken sinnvoll sein. Aber angesichts der Verbreitung von Smartphones sind stationäre Infostationen ein Relikt aus vergangenen Zeiten, die nur noch an ausgewählten Stellen überleben werden. Außerdem sind sie teuer im Unterhalt und fallen durch Vandalismus aus. Häufig sind sie durch Sonneneinfall etc. auch nur beschränkt zu lesen. Wer macht irgendwo im Nichts Pause, um stundenlang sein Pedelec aufzuladen? Lademöglichkeiten braucht man an den Zielen und Zwischenstopps wie Museen, Freizeitparks und man fährt mit dem Rad da auch hin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute ihre Räder irgendwo an einem Radweg abstellen um dann noch 1, 2 Kilometer zu laufen mit Gepäck. Zumindest Proviant, Kamera etc. wird man mitnehmen wollen. Höchstens Radreisen würden ihre Kleidung und so nicht mit sich rumschleppen wollen. Aber dann brauch es große und sichere Schließfächer. Außer bei kurzen Pausen zum Aussicht genießen, Pinkeln oder Trinken, wird da keiner sein Rad abstellen, daher brauch es da auch keine Fahrradständer oder gar Boxen in dem meisten Fällen, es sei denn, direkt daneben liegt was zum besichtigen/besuchen.

    Servicestation und Trinkwasserspender sind keine schlechten Ideen, müssen aber auch gewartet und gepflegt werden.

  2. „Schuster bleib bei Deinen Leisten“
    ADAC und Radfahrer; was soll DAS ?
    Kein ADAC hilft einem Radfahrer geschweige einem 45km/h Motorroller u.s.w.
    Und nun will man den Radfahrer mit solch einem Geschwafel beglücken ??
    Jeder Radwanderer hat doch a bisserl mehr Ahnung als dieser bericht.

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