Der Schalter zum Glück und die heiße Rolle

Ein weiterer Erfahrungsbericht von unseren Testfahrern. Ursula Keller ist in Füssen zu Hause und wagte mit dem E-Smart einen Ausflug ins etwa 85 Kilometer entfernte Starnberg. Und wie heißt es so schön: Wenn einer eine Reise tut, … dann sollte er die Sicherungen überprüfen.

Die Fahrt von Füssen nach Starnberg verlief bestens, Ladezustand 40 Prozent. Leider ließ ich die Zugangskarte für die Eon-Ladestation beim TÜV SÜD zu Hause, und der Ladevorgang mit einem Verlängerungskabel scheiterte, da ich vergaß, die „ON“-Taste am Ladekabel des Smart zu drücken. Als ich nach Stunden zurückkam, war die Batterie immer noch bei knapp 40 Prozent. Dumm nur: Es war Freitagabend, alle hatten Feierabend.

Also ab zur „normalen“ Tanke, wo ein netter Tankwart mir eine Kabelrolle organisierte und den Stecker im Smart einstöpselte („ON“-Taste war diesmal gedrückt!). Leider erhitzte sich die Kabelrolle so stark, dass die eingebaute Sicherung raussprang, was aber leider niemand bemerkte. Ladezustand nach meinem Essen beim Italiener: schlappe 35 Prozent – ich war schockiert, wusste nicht, warum die Batterie nicht geladen hatte. Also noch ein Versuch: derweil Spaziergang am See bis 22 Uhr.

Diesmal hatte der Tankwart das Problem erkannt und das Kabel abgerollt, damit es kühlen konnte. Ladezustand bis zum Feierabend des Tankwarts: 60 Prozent. Wie sollte ich so die etwa 85 Kilometer nach Hause schaffen? So mussten Freunde in Steingaden um 23 Uhr weiterhelfen, als ich dort mit fünf Prozent Restladung ankam. Nochmals 1,5 Std. laden, dann die restlichen 27 Kilometer nach Füssen, wo ich um 1.10 Uhr erleichtert und müde eintraf.

Fazit: Bei längeren Ausflügen flexibel bleiben und während des Ladevorgangs immer mal wieder schauen, ob die Akkus wirklich Strom kriegen. Schnelleres Aufladen wäre sehr von Vorteil – kann man das nicht beschleunigen?

Begeistert war ich vom guten Fernlicht des Smart electric drive, der angenehmen Sitzhöhe im Fahrzeug, der einfachen Handhabung – besonders im Stadtverkehr. Bei schlechtem Straßenzustand könnte die Federung etwas weicher sein.

Stand: Oktober 2010


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