Carsharing: Mobilität auf dem Land sichern

Ridesharing-Online-Plattformen und Apps verbinden Fahrgäste und Fahrer miteinander, um eine Fahrgemeinschaft zu bilden.

Die Umwelt schützen und die Mobilität auf dem Land sichern: Angelehnt an Konzepte kommerzieller Anbieter in Städten gründete Tim Path den Verein Landauto Carsharing e.V. in Oberasbach in Mittelfranken.

In den letzten Jahren entstanden in Großstädten immer mehr Carsharing-Angebote. Das wollte der Gründer und selbstständige Software-Entwickler Tim Path auch auf dem Land integrieren. Nach dem Motto „Wenn ein Auto zu viel und kein Auto zu wenig ist“ startete 2011 das Konzept.

Besonders für Gelegenheitsfahrer, wie beispielsweise Rentner, ist es im Winter von Vorteil, ein Carsharing-Angebot auf dem Land zu haben. Eine Nutzerin ist Ingrid Kranz. Sie erledigt mit dem Auto Besorgungen, die sie mit dem Fahrrad nicht schafft. Als Vereinsmitglied zahlt sie pro Stunde 1,20 Euro und für jeden gefahrenen Kilometer 38 Cent. Benzin-, Versicherungs- und Wartungskosten sind inklusive.

Carsharing: Hürden auf dem Land

Das Leihauto-Angebot auf dem Land ist derzeit noch so klein, dass der Weg zum jeweiligen Parkplatz oft weit ist. Außerdem trauen sich die kommerziellen Anbieter aus der Stadt nicht aufs Land, da es in den meisten Fällen nicht rentabel genug erscheint. Das Konzept in Mittelfranken funktioniert aktuell auch nur aufgrund von ehrenamtlichem Engagement. „In den Haushalten bleibt das zweite Auto zwar oft stehen, doch leider ist das Autoteilen als Alternative in vielen Köpfen noch nicht angekommen“, so Kranz.

Die Anzahl der Nutzer ist mittlerweile auf 23 Personen gestiegen, und der Gründer arbeitet weiter an Verbesserungen des Angebots. Künftig sollen Fahrzeit und Kilometer digital abgerechnet werden und ein Schlüsselkasten soll die Nutzung der Autos erleichtern.

Text: Motorwelt 10/17; Olivia Barth-Jurca

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Sophia
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Digitale Kommunikation

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