Byton: Das smarte Auto der Zukunft?

Der neue chinesische Hersteller Byton und sein Elektro-SUV sorgten für mächtig Furore auf der CES in Las Vegas. Können die Chinesen damit zur ernsthaften Konkurrenz für Tesla werden? Vor allem im Cockpit setzt die elektrische Studie auf smarte Technologien. 

Nach Faraday Future und Nio will jetzt der nächste chinesische Hersteller Byton für Elektroautos den Branchenführer Tesla herausfordern, die Firma wird vor allem von ehemaligen BMW-Managern geleitet. Für 2019 ist das erste Serienmodell angekündigt, auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurde nun erstmals eine SUV-Studie vorgestellt.

Der schnittige Fünfsitzer von 4,85 Metern Länge soll mit einer Akku-Ladung bis zu 520 Kilometer weit kommen und will mit neuen elektronischen Lösungen punkten. So dominiert im Cockpit ein 1,25 Meter breiter Bildschirm, der von drei weiteren Displays flankiert wird. Knöpfe, Tasten, Schalter und Regler – Fehlanzeige. Doch wie soll man sich bei so vielen Bildschirmen auf den Verkehr konzentrieren? Eine Frage, die unbeantwortet bleibt.

2019 China, 2020 Europa und USA

Die Türen öffnen sich per Gesichtserkennung,  Sitze und Spiegel stellen sich automatisch ein – ein Feature, das auch für Carsharer interessant werden könnte. Bedient wird das Auto vor allem mit Gesten. Durch eine intelligente Vernetzung und 5G-Mobilfunktechnik soll sich der Wagen nahtlos ins digitale Leben der Benutzer integrieren. Das betrifft Musik- und Videoprogramme, natürlich auch die Kommunikation und geht bis zum digital überwachten Gesundheitszustand.

Zwar ist vieles davon Zukunftsmusik und das Messeauto noch eine Studie. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Start-ups macht Byton für die nahe Zukunft bereits konkrete Angaben. So entwickeln die Chinesen gerade eine eigene Plattform. 2019 soll in China und 2020 in Europa und den USA ein elektrisches SUV auf den Markt kommen.

Zwei reiche Investoren gegen die Skepsis

Der Wagen soll mit Batterien für 400 oder 520 Kilometer Reichweite angeboten werden. Im Schnelllademodus sollen die Batterien in 30 Minuten zu 80 Prozent voll sein. Preislich wird das SUV bei etwa 37.500 Euro starten. Ein Jahr später soll es mit der gleichen Technik eine Limousine und im Jahr darauf einen Siebensitzer geben.

Hier lesen: Autoshow Detroit 2018 – die Highlights

Mit Material von dpa

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7 Gedanken zu “Byton: Das smarte Auto der Zukunft?

  1. Arg oberflächlicher Werbe-Blog…

    Warum werden hier keine wichtigen technischen Hintergründe beschrieben, sondern hauptsächlich auf die Spielereien wie großes Display und Face-ID etc. beworben?

    Wie wird der Akku in 30 Min. Auf 80% geladen?

    Nehmen wir mal Tesla.
    Die hohe Kapazität deren Akkus ermöglicht die Reichweite von über 500 km.
    Im Vergleich zu E-Autos der klassischen Autohersteller, deren Reichweite erheblich geringer ist, gibt es bei den Ladestationen einen gravierenden Unterschied.
    Der Tesla braucht für die Schnelladung seiner Akkus eine Ladestation, die einen vielfach stärkeren Ladestrom bietet, als alle öffentlich aufgestellten Ladestationen für E-Autos bieten.

    Das heißt nichts anderes als, dass Schnelladung eines Tesla Akkus nur an einer Tesla Station funktioniert und dass die Aufladung an einer Standard-Ladestation mehrere Stunden dauert.
    Über Nacht ist das kein Problem, auf längerer Strecke tagsüber schon.

    Insofern wäre es jetzt auch interessant, wie sich die Chinesen das vorstellen, denn im Zweifelsfall müssen entweder die Standard Stationen Leistungsfähiger ausgelegt werden oder jeder Hersteller, der wie Tesla hohe Kapazitäten braucht, muss sein eigenes Netz aufbauen.

  2. „Können die Chinesen damit zur ernsthaften Konkurrenz für Tesla werden?“ Wenn der Untertitel so lautet, braucht man doch gar nicht weiterlesen. Die Frage ist doch eher: „Können deutsche Hersteller dagegen halten, obwohl China in der E-Mobilität viel weiter ist?“ Wer immer noch glaubt, Tesla hätte Entwicklung und Produktion von E-Autos im Griff und würde auch in Zukunft noch eine Rolle spielen, geht mit geschlossen Augen und Ohren durch die automobile Welt.

  3. Richtig – sehe ich auch so.
    Letztlich können sich E-Autos dieser Kategorie deswegen nicht durchsetzen, weil die Infrastruktur mit dicken Kabeln einfach fehlt. Das Laden verbraucht Energiemengen pro Zeiteinheit, wie sie sonst für eine ganze Anliegerstraße benötigt werden.
    Dass die Chinesen die antriebstechnisch rückständigen dt. Autobauer swoas von überholen weren, ist schon klar, aber mit Zappelstrom (Wind und Solar) fehlt einfach das frei verfügbare Futter für eine Ausbreitung der E-Autos in der Fläche.

    Ein Hybrid-Fahrer (THS) mit Photovoltaik auf dem Dach, seit 14 Jahren…

  4. Lieber Michael : Was soll die Einschränkung : Das heißt nichts anderes, als dass Schnelladung eines Tesla Akkus N U R an einer Tesla Station ….???
    Es gibt diese Stationen für Teslas L E I D ER schon flächendeckend von Italiens Stiefelspitze bis zum Nordkap und nach Südspanien. Ich kann jetzt schon durch ganz Westeuropa mit meinem Tesla von SUC zu SUC fahren, ohne auf das zersplitterte, löchrige N E T Z der normalen Ladestationen mit den diversen verschiedenen Systemen zurückgreifen zu müssen.
    An einem SUC sprach ich während der Ladezeit mit einem jungen Mann aus Norwegen, der mit seinem Tesla auf dem Weg : von SUC to SUC to Monaco war. Der jeweils nächstliegende und zur Weiterfahrt vom Navi vorgeschlagene SUC ist für die meisten bisherigen Tesla Besitzer sogar noch ohne Einschränkung kostenlos. Bisher bin ich 26.000 Km mit meinem Tesla gefahren. Der grösste Teil der Aufladungen erfolgte dabei an einem SUC kostenlos. Nur wenn ich einmal nicht mehr auf der geplanten Fahrt am nächsten Morgen den nächstiegenden SUC sicher erreichen kann, lade ich über Nacht mit meiner normalen Steckdose in der Garage 2 KW/Stunde, also in zehn Stunden mehr als 100 KW Reichweite für das sichere Erreichen des nächsten SUC. Warum also N U R ?

  5. Hier wird gerade eine meiner Horrorvisionen wahr.
    Mir ist in den meisten modernen Autos von heute schon viel zu viel Technik drin aber dieses Ding ist eine Computer Explosion….
    Warum ist es nötig das Automobil und Computertechnologie auf diese Art und Weise zu verbinden. Ich vermute mal der Hauptgrund ist weil es geht und weil sie es können.
    Mir stellen sich die Nackenhaare wenn ich mir überlege dass ich irgendwann mal in einem rollenden Computer sitze und ich als Fahrer nicht die vollkommene Kontrolle über mein Fahrzeug habe. Der Computer wird mich bevormunden und ich bin die zweite Geige im Konzert.
    Pfui Teufel ich hoffe dass ich das nicht durchsetzt dann wenn man ein leidenschaftlicher Autofahrer ist so wie ich dann kann man das gar nicht gut finden.

    Das Smartphone benutzen im Auto ist natürlich verboten ( und das ist auch gut so ) aber in einem Auto sitzen das quasi nur noch aus Monitoren besteht das ist okay oder was. Nichts für ungut aber die Konstrukteure von heute haben meiner Meinung nach den Schlag nicht gehört.

  6. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Diese ganzen technischen Entwicklungen sind zwar beeindruckend aber haben für mich mit dem echten Leben nicht mehr viel zu tun. Das braucht kein Mensch. Ich will mit meinem Auto von A nach B fahren und nicht in so einem Hightech-Teil sitzen und mich bei den ganzen Bedienmöglichkeiten nicht mehr auskennen. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt dafür. Ich bleib bei Audi, da weiß ich was ich hab. Ich kaufe mir jetzt dann den neuen A6 (siehe neuer Audi A6) und der soll mich dann begleiten, solange es eben geht. Der ist komfortabel und hat zwar sicher auch nicht wenig Schnickschnack aber es ist eben noch ein Auto und kein XXL-Computer.

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