Die besten Gadgets, mit denen ihr euer Auto smart macht

Nicht jedes Gadget macht euer Auto smarter. Welches Extra ist eigentlich sinnvoll? Euer Smartphone gehört natürlich in eine feste Halterung.

Schlaue und vernetzte Autos sind derzeit in aller Munde. Wer sich aktuell keinen Smart oder Connected Car leisten kann oder einfach an seinem alten Fahrzeug hängt, muss deshalb nicht gleich in die digitale Röhre schauen. So könnt ihr euer Auto mit dem passenden Gadget zum Smart Car pimpen.

Vom Stromverteiler über Reifendruck-Sensor und Powerbank bis zum WLAN-Hotspot – bei den Auto Gadgets scheinen der Fantasie der Entwickler keine Grenzen gesetzt. Die Frage ist nur: Welche sind sinnvoll bzw. was davon braucht man wirklich? Wir haben dazu unsere Experten aus dem ADAC Technikzentrum in Landsberg befragt und aufschlussreiche Antworten erhalten. Prinzipiell solltet ihr wissen: Jeder zusätzliche Bildschirm im Cockpit kann gefährlich sein, weil er die Aufmerksamkeit des Fahrers beeinträchtigt.

Diese Gadgets erhöhen eure Sicherheit

  • Sicher aufgehängt – die Smartphone-Halterung
    Wenn ihr euer Smartphone während der Fahrt nutzen möchtet, gibt es nur einen Platz dafür: eine sichere Halterung. Ganz gleich, ob der Halter über einen Saugnapf oder über die Lüftungsschlitze befestigt wird – wichtig ist, dass er crashgetestet und idealerweise fahrzeugspezifisch ist. Außerdem solltet ihr während der Fahrt nur die Navigation auf eurem Smartphone laufen lassen und keine Apps, die euch ablenken.
  • Ein Stecker, der Leben rettet – das Unfallmelde-System
    Bei Unfällen kann es auf jede Sekunde ankommen. Bei der Meldung hilft euch dann ein System, das über das Handynetz automatisch die Notrufzentrale alarmiert. Ab dem 31.3.2018 sollen laut EU alle neu zugelassenen Fahrzeuge standardmäßig über das eCall-System verfügen. Aber auch euren Gebrauchten könnt ihr einfach mit dem Unfall-Melde-Dienst (UMD) nachrüsten, der von zahlreichen Versicherungen angeboten wird. Dabei handelt es sich um einen Stecker für den Zigarettenanzünder, der bei einem Unfall via Smartphone des Fahrers einen Notruf mit Positionsangabe auslöst.
  • Luft anhalten – der Reifendruck-Sensor
    Gerade ein schleichender Verlust beim Reifendruck kann fatale Folgen haben. Damit ihr diese Gefahr rechtzeitig erkennt, könnt ihr mit Sensoren smart nachrüsten. Einfach die vier Sensoren auf die Ventile schrauben und dann den Monitor über den Zigarettenanzünder anschließen. Die Sensoren liefern euch dann zuverlässig Infos über Druck und Temperatur der Reifen. Unsere Experten empfehlen, dass der Monitor nicht direkt im Blickfeld des Fahrers liegen sollte. Achtet unbedingt auch darauf, dass das System bei Druckabfall auch eine deutliche akustische Warnung abgibt!
  • Frei sprechen – über Bluetooth
    Eine Freisprech-Anlage sollte in Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung auch in älteren Autos vorhanden sein. Unsere Experten empfehlen euch fest verbaute Systeme, die sich per Sprache bedienen lassen, die Auto-Lautsprecher zur Wiedergabe nutzen und das Radio gleich stumm schalten. Beim Nachrüsten solltet ihr auf jeden Fall Kabelsalat verhindern, der andere Bedienelemente stört. Übrigens: Die günstigste Freisprech-Einrichtung ist das Mono-Headset. Allerdings dürft ihr das Smartphone während der Fahrt nur dann berühren, wenn es per Halterung fest mit dem Auto verbunden ist!

Das Gesamturteil unserer Experten über diese Auto Gadgets
must have – nice to have – braucht kein Mensch – für eure Sicherheit – für euren Komfort – für’s Angeben

Diese Auto Gadgets erhöhen euren Komfort

  • Power, Baby! – Stromverteiler für den Zigarettenanzünder
    Für den Digi-Freak, der mehrere Geräte gleichzeitig aufladen muss, ist das sozusagen die Basis-Ausstattung für alle Gadgets. Ganz wichtig: Dem Verteiler darf nicht mehr Strom entnommen werden, als die Steckdose des Autos maximal abgeben kann. Infos dazu findet ihr in der Sicherungstabelle eures Bordbuchs. Achtet darauf, dass in der Nähe befindliche Steuergeräte durch das bei hohem Stromfluss entstehende elektrische Feld nicht gestört werden. Und dass das Gehäuse großer Stromverteiler nicht eventuell andere Bedienelemente wie Gangschalthebel oder Handbremse behindert.
  • Digitale Augen – Rückfahrkameras
    Finden viele Autofahrer gut, aber nicht jeder kann nach vorn auf den Monitor schauen und gleichzeitig rückwärts fahren. Außerdem lassen Monitor- und Kameraqualität bei vielen Anbietern zu wünschen übrig. Daher empfehlen wir Ultraschall-Parksensoren, die akustisch warnen, wenn sich euer Auto einem Hindernis nähert.
  • Wo parkt nochmal das Auto? – GPS-Tracker
    Parkplätze sind in Deutschland nicht so groß, dass ihr einen GPS-Tracker zum Wiederauffinden eures Fahrzeugs braucht. Trotzdem stehen GPS-Tracker aktuell hoch im Kurs. Und im Fall eines Diebstahls? Müsst ihr sicherstellen, dass der GPS-Tracker aufgeladen ist und hoffen, dass er vom Dieb nicht mit einem Jammer gestört wird. Aber ein findiger Dieb wird das Gerät ohnehin sofort aus dem Auto werfen. Wenn ihr also mehr Diebstahlschutz wünscht: Besser fest installierte GPS-Alarmanlagen mit SMS-Benachrichtigung wählen. Die sind natürlich teurer.

Das Gesamturteil unserer Experten über diese Auto Gadgets
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Dieses Gadget könnt ihr euch sparen

  • Die tragbare Starthilfe – Powerbank
    Mit den Powerbanks fürs Auto ist das so eine Sache. Ihr müsst wissen, dass Starterbatterien heute den Verschleißteilen zugerechnet werden, die meist alle vier bis fünf Jahre ersetzt werden müssen. Ist eure Starterbatterie verschlissen, solltet ihr sie besser durch eine neue ersetzten. Das ist in der Praxis hilfreicher und günstiger als eine Powerbank, die oftmals dann, wenn ihr sie braucht, nicht ausreichend geladen ist. Und außerdem bei einer Vollbremsung oder einem Unfall mangels sicherer Halterung zum gefährlichen Flugobjekt werden kann.

Das Urteil unserer Experten über dieses Auto Gadget
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1 Kommentar

  1. Anonymous sagt:

    Interessanter Artikel. Leider fehlen die konkreten Modellempfehlungen, bzw. Tests. Jetzt müssen ich erst wieder googlen, um ein Produkt zu finden. Schade! Chance vertan!

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