Ärger im Auto-Alltag: Von Parkrabauken bis Dauerrot

Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Ärgernisse des Straßenverkehrs. Der eine wird seines gemieteten Parkplatzes beraubt, für den anderen gibt es dank fremder Parkkünste erst gar kein Entkommen. Und was ist, wenn die Ampel zu träge ist, um auf Grün zu schalten? Wir haben die ärgerlichsten Vorkommnisse im Auto-Alltag für euch zusammengetragen und erklären, wie ihr euch in diesen Situationen korrekt verhaltet.

Da fehlt doch etwas? Verlust von Nummernschildern

Ob durch Diebstahl oder mangelhafte Befestigung: Der Verlust eines Kennzeichens muss unverzüglich bei der Polizei gemeldet werden, ebenso sollte die Versicherung informiert werden. Liegt euch die polizeiliche Anzeigenbestätigung vor, könnt ihr bei der Zulassungsbehörde neue Schilder mit einer neuen Nummer beantragen.
Um Ordnungswidrigkeiten und damit einhergehende Bußgelder zu vermeiden, solltet ihr euer Fahrzeug stehen lassen, bis ihr die Ersatzkennzeichen erhalten habt!

Hier findet ihr weitere Informationen zum Thema Kennzeichenverlust.

Dauerrot

Ihr wartet und wartet, und trotzdem wird’s nicht grün? Gelegentlich kommt es vor, dass Ampeln aufgrund eines Defekts auf Dauerrot schalten, während der Querverkehr womöglich von einer anhaltenden „grünen Welle“ profitiert. Doch wie verhaltet ihr euch in diesem Fall richtig?
Um eindeutig zu klären, ob es sich wirklich um eine Dauerrotphase handelt, solltet ihr zunächst eine angemessene Zeit lang an der Ampel warten. Bevor ihr schließlich in die Kreuzung einfahrt, ist es wichtig, durch eindeutige Handzeichen mit anderen Beteiligten zu kommunizieren: Wer darf weiterfahren, wer muss warten? Bitte seid beim Überqueren der Kreuzung ganz besonders vorsichtig und passt eure Geschwindigkeit an!

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Parkrabauken: Wenn der gemietete Stellplatz belegt ist

Einer der größten Frustfaktoren in Großstädten ist die Parkplatzsituation. Die ideale Lösung scheint ein gemieteter Parkplatz zu sein, gäbe es nicht die Parkplatzrabauken, die auch vor Mietstellplätzen nicht Halt machen – sondern direkt darauf. Was nun?
Zunächst einmal solltet ihr versuchen, den Fahrer ausfindig zu machen. Ist dies jedoch nicht möglich oder mit zu viel Aufwand verbunden, darf das Fahrzeug abgeschleppt werden. In öffentlichen Parkhäusern ist die Polizei befugt, Falschparker abzuschleppen. Handelt es sich um einen Privatparkplatz, der beispielsweise zu eurem Eigenheim oder eurer Mietwohnung gehört, müsst ihr selbst den Abschleppdienst rufen. In beiden Fällen muss der Falschparker die Abschleppgebühren übernehmen.

Abgeschleppt – was nun? Die ADAC Rechtsberatung erklärt, worauf ihr achten müsst.

Zugeparkt und kein Entkommen?

Vorne, hinten, links oder rechts: Wer zugeparkt wurde, kommt so schnell nicht weg. In solchen Situation gilt es richtig zu reagieren, denn gerade der Ort des Geschehens ist ausschlaggebend für das korrekte Vorgehen. Blockiert der Falschparker euer Fahrzeug auf der Straße, kann die Polizei den Falschparker abschleppen lassen. Auf Privatgrund müsst ihr selbst das Abschleppunternehmen rufen. Doch wer bezahlt in diesem Fall die Kosten? Zunächst wird die Rechnung an den Auftraggeber adressiert. Die verauslagten Abschleppkosten müsst ihr anschließend beim Falschparker geltend machen. ADAC Jurist Dr. Markus Schäpe rät Geschädigten, aus Beweisgründen aussagekräftige Fotos der Situation aufzunehmen. Auf keinen Fall solltet ihr Gleiches mit Gleichem vergelten – beispielsweise indem ihr den Falschparker einparkt – denn dann liegt der Straftatbestand der Nötigung vor!

Hier geht's zum gesamten Interview „Verflixt und zugeparkt“ mit Dr. Markus Schäpe.

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