Apps für Autofahrer – Navigieren, Parken, Tanken

25 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer hatten 2017 zwischen 13 und 20 Apps auf ihren Geräten installiert. Tendenz steigend, denn Smartphones sind ohne sie nicht zu denken. Es gibt zahllose Apps für Autofahrer, die euch im mobilen Alltag helfen können.

Das müsst ihr wissen: Hände weg vom Smartphone während der Fahrt, auch wenn ihr nur eine Message schreiben oder das Navigationsprogramm starten möchtet. Prinzipiell gilt: Das Smartphone gehört in eine crashsichere Halterung. Nur dann ist eine Nutzung überhaupt erlaubt.

Zur Bedienung des Smartphones solltet ihr idealerweise die Sprachsteuerung verwenden. Oder eine Verknüpfung über Apples CarPlay oder Googles Android Auto. Aber vergesst nicht: Auch die Nutzung des Smartphones über diese Technologien lenkt stärker vom Verkehrsgeschehen ab als ihr glaubt. Deshalb aktiviert ihr die benötigten Apps am besten vor Fahrtantritt.

Was sollten Apps für Autofahrer können?

  • Apps sollten dem Autofahrer einen Mehrwert bieten.
  • Apps müssen komfortabel und vor allem einfach zu bedienen sein.
  • Apps dürfen den Fahrer nicht vom Verkehrsgeschehen ablenken.
  • Apps sollten per Sprachsteuerung aktiviert werden können.
  • Apps sollten kontextsensitiv sein und idealerweise proaktiv erscheinen, ohne dass der Fahrer die App bedienen muss.
  • Apps sollten idealerweise integrativer Teil des internen Fahrzeugsystems sein – das je nach Bedarf ständig erweitert werden kann.

Worauf solltet ihr besonders achten?

Beschäftigt euch vor allem mit dem Thema Datenschutz. Apps, bei denen die Verwendung eurer Daten unklar ist, solltet ihr lieber meiden bzw. euch entscheiden, bestimmte Dienste, die etwa ungefragt personenbezogene Daten speichern, einzuschränken oder zu deaktivieren.

Die vom Anbieter gesammelten Daten sollten für euch stets frei einsehbar sein, und eine Deaktivierung der Datenübertragung muss jederzeit möglich sein. Die Anbieter sollten dafür sorgen, dass bestimmte Funktionen in der App aus Sicherheitsgründen während der Fahrt deaktiviert werden.

Navigations-Apps

Euer Mehrwert: Routenplanung für die individuelle Alltagsmobilität, Zeitersparnis, geringere Benzinkosten

Navigation-Apps wie Maps von Google oder auch von Apple, Waze, Here oder auch unsere kostenlose ADAC Maps (Google Play - App Store) leiten euch ausnahmslos zuverlässig ans Ziel, mit einigen Unterschieden in der Anwendung und bei der Datenspeicherung. Die Karten in diesen Apps werden bei einer bestehenden Onlineverbindung permanent aus dem Internet nachgeladen. Euer Vorteil: Echtzeitdaten, die auch bei der Stauumfahrung hilfreich sind. Im Offline-Modus müsst ihr allerdings auf die Live-Funktion verzichten.

Pannen- oder Unfall-Apps

Euer Mehrwert: Hilfe in einer Pannensituation bzw. Warnung vor Risiken, Sicherheit

Mit der neuen kostenlosen ADAC Pannenhilfe-App (Google Play - App Store) seid ihr in schwierigen Situationen auf der sicheren Seite. Direkt nach dem Download könnt ihr alle Fahrzeugdaten in Ruhe eingeben und spart dann im Fall einer Panne viel Zeit. Denn über unsere App ist die Pannenmeldung mit Angabe der Ursache direkt möglich – ohne Anruf. Weiterhin bietet euch die App stets aktuelle Statusmeldungen zu eurer individuellen Situation.

Um Autofahrer vor Wildunfällen zu warnen, gibt es die kostenlose Wildwechsel-App Wuidi, die als eine Art Wildradar den Verkehrsteilnehmer darüber informiert, wie gefährdet die Region ist, die er gerade durchfährt.

Tank-Apps

Euer Mehrwert: Stets aktuelle Informationen zu Spritpreisen, Geld sparen

Die App „Clever tanken“ und auch unsere kostenlose App ADAC Spritpreise (Google Play - App Store) bieten deutschlandweit die aktuellen Spritpreise. Für die Kraftstoffsorten Super E10, Super, Diesel stammen diese von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe und für Erdgas/CNG von gibgas.de.

Aber auch die Fahrer von e-Autos können auf Apps zurückgreifen, um die nächste Ladestation zu finden. Chargemap zeigt euch neben dem Standort auch noch Infos zu den Steckertypen an. ChargEV bietet neben der Navigation zur Station zahlreiche nützliche Filteroptionen wie Schnellladefähigkeit, Ladekarten und kostenlose Stationen. Beide Apps sind gratis.
Kleines Gimmick: Mit der ADAC e-Drive-App könnt ihr ein beliebiges e-Auto virtuell Probefahren, um herauszufinden, ob es wirklich zu euren Bedürfnissen passt.

Parken

Euer Mehrwert: Freie Parkplätze finden, Position speichern, Sprit sparen

Parken in Städten wird immer mehr zum Geduldspiel. Dabei könnt ihr mit nützlichen Park-Apps Zeit sparen und eure Nerven schonen. Wer nicht für jede Situation eine separate App herunterladen möchte, ist mit den Navigations-Apps der großen Anbieter gut bedient, die sind multifunktionsfähig. Spezielle Park-Apps gibt es natürlich auch. iParking speichert euren Parkplatz, entweder per GPS oder über manuelle Eingabe. Mit Parknow findet ihr in vielen Städten freie Parkplätze, fahrt ticketlos ins Parkhaus und könnt bargeldlos über die App bezahlen.

Geteilte Mobilität

Euer Mehrwert: Kosten sparen, Leute kennenlernen

Wer Spaß an Fahrgemeinschaften hat, kann sich über diverse Apps mit Gleichgesinnten zusammentun, vor allem, um Kosten zu sparen. Dazu zählen Flinc oder Blablacar, aber auch unser ADAC Mitfahrclub (Google Play - App Store). Über diese kostenlose Plattform für Fahrgemeinschaften könnt ihr ganz entspannt nach Mitfahrgelegenheiten suchen oder selbst eine Fahrt anbieten. Übrigens auch für Nichtmitglieder!

Blitzer-Apps

Euer Mehrwert: Keiner, weil verboten

Es gibt sie zwar, aber in Deutschland ist es verboten, während der Fahrt sogenannte Blitzer-Apps auf dem Smartphone oder auch die Radarwarnfunktion in Navigationsgeräten zu nutzen. Für diese Ordnungswidrigkeit müsst ihr ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro bezahlen und kassiert einen Punkt in Flensburg. Dies gilt aber nur für den Fahrzeugführer. Ein Beifahrer, der auf eine Blitzer-App auf seinem Mobiltelefon aktiviert hat, geht straffrei aus.

Wie kommt der Stau in die App?

Google Maps, Moovel und Co.: Mobilitäts-Apps im Vergleich

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8 Gedanken zu “Apps für Autofahrer – Navigieren, Parken, Tanken

  1. solange nicht nur max. einmal pro Tag die Benzinpreise „festgesetzt“ werden können, lohnt auch eine deutschlandweite Benzin-App nichts/wenig. Es ist doch schon lange bekannt, dass die Benzinpreise meistens spät abends am niedrigsten sind. Dazu braucht man keine App. Und Übersicht: starke regionale Unterschiede (wettbewerbsbedingt) werden wenig berücksichtigt

  2. Ich finde es repektlos, wenn mich wildfremde Menschen duzen. Duzen können mich ausschließlich enge Freunde/Bekannte. Dieses Fremdduzen sollte eine Organisation wie der ADAC einfach nicht zulassen.
    Leider geht dieser Kommentar nicht raus, ohne das ich den Hinweis „Mit der Nutzung dieses Formulars…..“ akzeptiere.
    Eigentlich würde ich das nicht wollen, da ich auch hier wieder geduzt werde.

  3. Mir ergeht es genauso wie Herrn Itzek,

    duzen nur für gute Freunde oder im Bekanntenkreis. Ich denke eine gewisse Seriösität sollte der ADAC bewahren.
    Werde ich im Real Life von jemand Fremden gedutzt, genügt meistens ein Blick. Wenn nicht, gibt es eine freundliche Zurechtweisung. …
    Also bitte zurück zum Sie…

  4. Sehr geehrter Herr Itzek, sehr geehrter Herr Schmitz,
    ich kann zwar Ihre Befindlichkeiten bezüglich des lockeren Umgangs mit Sprache und Ansprache nachvollziehen, glaube aber nicht das dieses Forum der richtige Ort für solche Diskussionen ist. Zumal Sie zum eigentlichen Thema „Apps für Autofahrer“ offensichtlich nichts beizutragen haben. In diesem Fall muss ich einen beliebten Ausspruch in Foren zitieren (und entschuldige mich schon mal vorab für den etwas vulgären Stil) : „Wenn man nichts zu sagen oder keine Ahnung hat, einfach mal die Schnauze halten“ ….
    Der ADAC nennt sich Club und ist (zumindestens zu einem Drittel) ein eingetragener Verein, in dem ich Mitglied bin.
    Ich weiß nicht wie es in Ihren Vereinen zugeht, aber in den Vereinen, in denen ich Mitglied bin, ist es unter Mitgliedern völlig normal sich zu duzen.
    Aber zurück zum eigentlichen Thema. Im Widerspruch zu Herrn Schillings Meinung halte ich Benzin-Apps gerade für nützlich, weil mehrfach am Tag der Preis geändert wird. Ich verwende sowohl die ADAC-App als auch „Clever-tanken“. Letztere hat eine sehr nützliche Funktion namens „Preialarm“. Hier kann man ein Preislimit angeben und erhält dann eine Pop-Up-Benachrichtigung auf dem Telefon, wenn eine der Tankstellen aus einer individuell zusammengestellten Favoritenliste diese Preisgrenze unterschreitet. Diese Tankstelle fahre ich dann bevorzugt an.

  5. Hallo lieber ADAC. Wie viele andere bin auch Mitglied bei euch. Apps für Autofahrer über das Tanken, Werkstätten usw. halten auch wir als Umzugsunternehmen welches oft und überall unterwegs ist einfach für notwendig. Apps ermöglichen mehr Flexibilität.

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