Das ABC der Abgase

Ob Klimaerwärmung oder Dieselskandal – Abgase stehen derzeit im Fokus der Öffentlichkeit. Doch Abgase sind nicht gleich Abgase. Was macht sie gefährlich? Und was unterscheidet sie voneinander? Wir geben einen Überblick über Kohlendioxid, Feinstaub, Stickoxide und Co.

Die Luft in Deutschland ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich besser geworden. Mittlerweile gibt es keine Überschreitungen der europaweit geltenden Grenzwerte für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei mehr. Beim Feinstaub kommt es nur noch an wenigen Messstationen zu Überschreitungen, allerdings gibt es auch hier Fortschritte.

Anders bei den Stickoxiden: Hier gibt es noch immer teils dramatische Überschreitungen. Trotz aller Versprechen der Autoindustrie bleiben Dieselmotoren einer der Hauptschuldigen. In den Städten ist die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide deutlich höher als auf dem Land.

Die Städte Stuttgart und München debattieren aktuell über Fahrverbote. Doch während Stuttgart auch aufgrund seiner geografischen Lage mit Feinstaub zu kämpfen hat, geht es in München vor allem um Stickoxide. Doch Feinstaub und Stickoxide sind längst nicht alles.

Wir geben euch im Folgenden eine alphabetisch geordnete Übersicht über verschiedene Abgase und ihre Gefahren.

Abgase

Abgase sind die bei einem Stoffumwandlungsprozess anfallenden, gasförmigen Abfallprodukte. Allgemein werden sie als Verbrennungsabgase bezeichnet, also als Abgase aus einer Verbrennung.

Benzol

Benzol ist in geringen Mengen im Benzin für Kraftfahrzeuge enthalten. Sobald man den eigenen Tank befüllt, hat man mit dieser gefährlichen Substanz Kontakt, die aus Tanks verdunstet. Das Entweichen von Benzol beim Tanken wurde in den letzten Jahren durch die „Gaspendelung“ gelöst. Der Hauptanteil der Belastung geht jedoch auf entweichende Abgase aus dem Auspuff zurück.

Benzol gehört zu den Stoffen, die beim Menschen Krebs erzeugen können. Allerdings wurde die entscheidende Reduzierung in der Luft schon vor vielen Jahren durch den drei-Wege-Katalysator erreicht.

Feinstaub

Bei diesem Luftschadstoff handelt es sich um eine nicht klar definierte Substanz. Vielmehr stellt es ein komplexes Stoffgemisch dar, das sich in Herkunft, Form und chemischer Zusammensetzung unterscheiden kann.

Bei Autos bildet sich Feinstaub einerseits durch Abrieb von Reifen und Bremsscheiben. Der gesundheitlich relevante Teil kommt als Ruß aus dem Auspuff. Früher galten Dieselmotoren als Rußschleudern, durch den Einbau von Partikelfiltern hat sich die Lage deutlich entspannt. Dafür haben mittlerweile die Benziner ein Ruß-Problem. Weil auch sie zunehmend auf Direkteinspritzung setzen, stoßen sie mehr ultrafeine Partikel aus als Dieselmotoren. Erst 2018 greift eine neue Abgasnorm, die eine Senkung des Ausstoßes vorschreibt.

Aber: Nicht nur Autos produzieren Feinstaub! Auch Landwirtschaft, Laserdrucker, ein offener Kamin oder sogar Kerzen und Zigaretten verursachen partikelförmige Luftschadstoffe. Insgesamt hat der Verkehr einen Anteil von 15 Prozent an allen Feinstaub-Emissionen. Beim Feinstaub konnten in den letzten Jahren insgesamt deutliche Fortschritte erzielt werden. 2016 blieben besonders ungünstige Wetterlagen aus und sorgte für die geringste Feinstaubbelastung seit dem Jahr 2000.

Mehr Informationen zu Feinstaub vom Umweltbundesamt

Gesundheit

Die tatsächliche Belastung durch Abgase hängt vom Verkehrsaufkommen und Wetter ab. Wer an einer viel befahrenen Straße wohnt, ist Stickoxiden oder Feinstaub stärker ausgesetzt. Besonders Stickoxide, Feinstaub und Ultrafeinstaub sind nicht zuträglich für die Gesundheit.

Abgase sind nicht für jeden gleich gefährlich. Gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen spüren meist nichts von der Schadstoffbelastung. Dennoch ist auch ihr Organismus einer gewissen Belastung ausgesetzt. Der Gesundheitszustand eines Asthmatikers oder eines Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung kann sich durch Abgase dramatisch verschlechtern.

Interview mit unserer Verkehrsmedizinerin: Abgase und die gesundheitlichen Auswirkungen

Inversionswetterlage

Eine Inversionswetterlage liegt vor, wenn die oberen Luftschichten wärmer sind als die unteren. Es bildet sich eine thermische Sperrschicht, die sowohl das Aufsteigen von unten kommender Luft, als auch das Absinken von oben kommender Luft verhindert. Die Folge: Die Feinstaub- und Stickoxidbelastung ist deutlich erhöht, die Abgase bleiben „stehen“.

Kohlendioxid (CO2)

Das klimaschädliche Gas entsteht zwangsläufig, wenn fossile Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin verbrannt werden. In Sachen CO2 sind Dieselmotoren etwas „sauberer“ als Benziner, da sie grundsätzlich weniger verbrauchen. Für den Menschen ist CO2 unschädlich, nicht aber für die Natur. Das Treibhausgas CO2 ist für einen Großteil der menschengemachten Erderwärmung verantwortlich. 2015 betrug der Kohlendioxid-Anteil laut Bundesumweltamt an den gesamten Treibhausgas-Emissionen 87,8 Prozent.

Seit 1990 gehen die Kohlendioxid-Emissionen nahezu kontinuierlich zurück, insgesamt um 24,3 Prozent. Aber: Zwar gibt es immer sparsamere Motoren, aber auch immer stärker motorisierte Autos und einen stark zunehmenden LKW-Verkehr. Dies sorgt für Kohlendioxid-Emissionen, die auf konstant hohem Niveau verharren.

Übrigens: Der gesamte Verkehrs- und Transportwesen in Deutschland ist „nur“ für 18 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Mehr als doppelt so viel, 37 Prozent, gehen auf die Energiewirtschaft zurück.

Mehr Informationen zu CO2 vom Umweltbundesamt

Kohlenmonoxid (CO)

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas. Die Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen und ist ein starkes Atemgift. Eine funktionierende Lüftung in Garagen und Tiefgaragen ist daher überlebenswichtig.

Schon geringe Mengen Kohlenmonoxid führen zu Schäden des Organismus. Doch wie akut ist die Gefahr an der Außenluft? Beispiel Bayern: 2016 lagen die an Messstationen gemessenen Mittelwerte (zwischen 0,9-2,4 mg/m3) deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten.

Ozon

Unter Einfluss von Sonnenlicht reagieren Kohlenwasserstoff und Stickstoffoxide zu Ozon. Über die Atemwege gelangt Ozon in den Körper und führt dort zur Zellschädigung. Die Folgen sind beispielsweise lokale Entzündungen, Hustenreiz und Atemnot. Der Körper besitzt eine individuelle Toleranz gegenüber Ozon und kann geschädigte Zellen wieder reparieren – wenn die Konzentration nicht zu hoch wird.

Mit dem Klimawandel steigt das Risiko hoher Ozonkonzentrationen. Wissenschaftler rechnen bis 2050 mit stark ansteigender Ozonbelastung. Davon wird insbesondere Süddeutschland betroffen sein. Um das Problem in den Griff zu bekommen, müssen Stickoxide aus dem Verkehr stark reduziert werden. Auch Lösemitteln in Farben und Lacken tragen zu dem Problem bei. Im Sommer 2016 überschritten 21 Prozent aller Messstationen den Zielwert – und das, obwohl der Sommer eher wechselhaft war.

Schwefeldioxid (SO2)

Dieser Schadstoff entsteht, wenn im Brennstoff vorhandener Schwefel verbrannt wird. Es gehört zu den klassischen Luftschadstoffen, welche bei Hausbrand, Kraftwerken und Industriefeuerungen entstehen. SO2 ist einer der wichtigsten Schadstoffe im klassischen Smog, auch „London-Smog“ genannt.

In der Atmosphäre ist Schwefeldioxid einer Reihe von Umwandlungsprozessen unterworfen, als deren Folge Schwefelsäure, Sulfite und Sulfate entstehen können. SO2 wirkt in erster Linie auf die Schleimhäute des Auges und die oberen Atemwege. Was die Umwelt betrifft, kann Schwefeldioxid Pflanzen schädigen und die Versauerung von Böden bewirken. Die in Deutschland gemessenen SO2-Werte liegen erfreulicherweise deutlich unter den geltenden Grenzwerten.

Stickstoffoxide (NOx)

Sie stehen derzeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Stickoxide entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in Anlagen und Motoren. Dieselautos gelten als eine Hauptquelle. Die Einführung von Katalysatoren und Partikelfiltern bei Dieseln läuft derzeit an, so dass die Emissionen erst in Zukunft spürbar sinken werden.

NO2 ist ein Reizgas. Es führt zu Augenreizungen und Schädigung der Schleimhaut des Atemtraktes. Durch seine bronchienverengende Eigenschaft ist es besonders für Asthmatiker und Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ein Problem. Aus dem eher harmlosen Stickstoffmonoxid (NO) bildet sich unter Einwirkung von Kohlenwasserstoffen NO2.

Messdaten zeigen: An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert (40 Mikrogramm pro Kubikmeter) im Jahresmittel überschritten. Seit 2010 zeigt sich ein nur leicht abnehmender Trend. Immerhin: Von 1990 bis 2015 ist ein Rückgang von über 59 Prozent zu verzeichnen.

Mehr Informationen zu NOx beim Umweltbundesamt

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Von |2017-08-24T14:58:10+00:0018. August 2017|Allgemein, Grüne Mobilität|13 Kommentare

Über den Autor:

Johannes
Aufgewachsen in München, Studium in Passau. In der ADAC Online-Redaktion volontiert und gleich geblieben.

13 Comments

  1. Jans-Ernst Wagner 24. August 2017 um 17:26 Uhr - Antworten

    Nur 15 des Feinstaubes stammen aus den Fahrzeugen. Wieso stehen nur PKW´s in der Schußlinie?? Was ist mit dem Öffentlichen Nahverkehr(alte Busse)? Was ist mit der Müllabfuhr, die Motoren laufen 8h am Tag durchgehend?? Was ist mit Baumaschinen, Baggern, Raupen-alle meistens alt und älter? Was ist mit den Tausenden Polizeifahrzeugen? Was ist mit den LKW´s- die Strassen bestehen fast nur noch aus LKW´s?? Warum benötigen Politiker Dienstwagen? ÖNV und Taxi reicht vollkommen!! Die Volksverdummung läuft auf höchsten Touren und dann noch die E-Mobilität, die Bananrepublik lasst grüßen!
    MfG J.-E.Wagner

    PS:Ich fahre Diesel, auch weiterhin!!!

  2. Inad Baassiri 24. August 2017 um 19:38 Uhr - Antworten

    Echt ein super Artikel, der mir Klarheit in die Sachlage einbringt! Als Stuttgarter will ich nämlich wissen, auf was ich Rücksicht nehmen soll.

    Mein Fazit: Der Johannes, der kann es:)

  3. Horst Henkel 24. August 2017 um 21:40 Uhr - Antworten

    CO2 – Emmissionen: Irgendwie fehlt mir bei er ganzen Erderwärmungsdiskussion der wesentlichste Faktor: Wie ist das Verhältnis natürlicher CO2 Gehalt zu durch Menschen verursachter Co2 Gehalt. Stimmt es, dass für die Diskussion zur Erderwärmung seitens der UN oder sonstiger Klimaforscher ausdrücklich nur auf durch Menschen verursachte Emmissionen zurückgegriffen werden sollte, und die natürlichen CO2 Bestandteile in der Atmosphäre um eine Größenordnung höher zu bewerten wäre? Wie würde z.B. ein größerer Vulkanausbruch die Verhältnisse beeinflussen? Wären dann alle Klima-Annahmen nur noch Makulatur?

  4. Albert- Konrad Ganter 24. August 2017 um 22:12 Uhr - Antworten

    Dieselmotoren: Umweltschutz ist wichtig. Manches scheint mir aber wenig erforscht und teilweise an den Haaren herbeigezogen. Merke: Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast. Und dann immer der vorauseilende Gehorsam in Deutschland!! Die Deutschen machen einfach alles besser….oder? Wir verschrotten Diesel-PKW Knall- auf- Fall,weil wir leicht ohne auskommen; wir haben eine wunderbare Maut, wir haben eine (Bundes)Bahn, die Mrd. Euro versenkt und deshalb immer noch besser wird; Post und Telefon haben sich seit der Privatisierung enorm verbessert; wir bauen Schlösser in Berlin und andere Kunstwerke für x-Millionen Euro und sorgen trotzdem für bezahlbaren Wohnraum für Alle; wir halten Atombomben ausländischer Mächte in unserem Land für den Tag X bereit.
    Ich bin einfach richtig stolz, ein Deutscher zu sein!

  5. Klaus Paasche 25. August 2017 um 12:29 Uhr - Antworten

    was ist eigendlich mit den LKW-s, die ja auch mit Diesel betieben werden und dabei auch noch erheblich größere Mengen verbrauchn?
    Fallen die dann auch unter die Fahrverbote?

  6. Ewald Busch 25. August 2017 um 15:10 Uhr - Antworten

    Bei der Diskussion um Abgase werden die stationären Emissionsquellen zu wenig berücksichtigt, obwohl bei diesen eine Reduktion einfacher wäre.Im Übrigen erzeugen die Staus auf allen Straßen die meisten Emissionen.
    Bei der Diskussion bleibt der Verbrauch und die Belastung pro Jahr. außen vor. Ein großer Benzin-Pkw mit einem Verbrauch von 16 Liter pro 100 km und einer Laufleistung von 100.000 km pro Jahr erzeugt ein vielfaches an Abgasen wie ein Diesel-Pkw mit einem Verbrauch von 4-5 Liter auf 100 km, mit einer Jahreslaufleistung von 10.000 km.Es ist wohl einfacher den Diesel-Pkw- Fahrer zur Kasse zu bitten, da dieser häufig auf sein Fahrzeug nicht verzichten kann.
    Die ganze Aktion hat nur das Ziel neue Autos zu verkaufen dazu ist das verteufel der alten Diesel-Pkw ein gutes und preiswertes Mittel.

  7. robert coulin 25. August 2017 um 21:37 Uhr - Antworten

    „….. Seit 1990 gehen die Kohlendioxid-Emissionen nahezu kontinuierlich zurück, insgesamt um 24,3 Prozent. Aber: Zwar gibt es immer sparsamere Motoren, aber auch immer stärker motorisierte Autos und einen stark zunehmenden LKW-Verkehr. Dies sorgt für Kohlendioxid-Emissionen, die auf konstant hohem Niveau verharren. …. “
    ist damit gemeint, dass zwar die Emissionen der einzelnen Motoren niedriger geworden sind, aber die gesamte Belastung durch die Zunahme des Verkehrs sozusagen gleich hoch geblieben ist ?

  8. Heinrich 27. August 2017 um 13:49 Uhr - Antworten

    Interessant ist noch, dass am Arbeitsplatz dauerhaft wesentlich höhere NOx-Grenzwerte gelten, als neben der vielbefahrenen Straße.

    Insofern ist diese ganze Diesel-Debatte sehr merkwürdig.

    Habe übrigens Diesel mit EURO4 und Partikelfilter.

  9. Burghard Schmanck 27. August 2017 um 23:38 Uhr - Antworten

    Kohlendioxid (CO2) als klimaschädlich zu bezeichne, mag zwar der regierungsamtlichen Propaganda entsprechen, entbehrt aber rein naturwissenschaftlich betrachtet jeglicher in einem physikalischen Experiment nachweisbaren Grundlage. Einen derartigen physikalischen Experimentalbeweis gibt es weltweit nicht. Andererseits lehrt die praktische Erfahrung, daß mehr CO2 mehr Pflanzengrün und im grüneren Wald angenehme Kühlung bewirkt. Ferner wird gerne übersehen, daß das, was CO2-Moleküle an IR-Strahlung absorbieren, zuvor die abstrahlende Erde, sich selbst abkühlend, emittiert und die CO2-Moleküle – nur 0,04% der Atmosphäre – anschließend fast ungehindert aufgrund der Kugelgeometrie der Erde zu mehr als 50% direkt in den Orbit abstrahlen.
    Daß der ADAC genau diese regierungsamtliche CO2-Klimablödelei vertritt, ist mehr als nur peinlich.

  10. Matthias Schneider 27. August 2017 um 23:43 Uhr - Antworten

    Die Hysterie um Stickoxide ist weitgehend substanzlos:

    1, werden die Meßwerte falsch interpretiert:
    Die EU begrenzt Jahremittelwerte in Wohnsiedlungen und daher wird an repräsentativen Orten in jeder Stadt gemessen.
    Die Deutschen wollen es traditionell besonders genau wissen und betreiben schon lange viel mehr Aufwand. Wir messen an einem besonders unbelasteten Ort, um so den Eintrag von Schadstoffen aus großer Entfernung zu bestimmen. Außerdem messen wir an mindestens 1 Platz besonders starker Immission. Dann wird das Windkataster zur Hilfe genommen, um so die Belastung jeder Wohnsiedlung zu berechnen, i.d.R. durch das Landesamt für Umweltschutz. Diese berechneten Werte sind dann übers Jahr zu mitteln und mit dem EU-Höchstwert zu vergleichen.

    Interessierte Kreise haben aber jetzt.kurz vor den Wahlen, die Höchstwerte an den kritischsten Stellen zum Maßstab gemacht. Vorbei an den EU-Regeln. Und einmal mehr wird dramatisiert was fast nirgends in Deutschland ein Problem ist. Denn selbst die berechneten Belastungswerte in den Siedlungen ums Neckartor Stuttgart mit Deutschlands höchsten Meßwerten überschreiten ganz überwiegend den Höchstwert nicht.

    2. Die schädliche Wirkung der Luftbelastung wird von Medizinern bewertet. In Deutschland primär von Arbeitsmedizinern. Und die wissen seit Jahrzehnten, dass NOx gefährlich ist, begrenzen daher die Belastung aller gesunden und kranken Arbeitnehmer auf 950µg/m³ Luft.
    In der Immissionsbetrachtung ist es üblich, viele Vergleichsrechnungen anzustellen und die wichtigsten Einflußpersonen sind Politiker. Die haben sich auf einen mittleren Jahreswert von nicht mehr als 40 µg/m³ geeinigt.
    Und das für Außenluftmessungen in Bereichen in denen sich kaum jemand aufhält. In den Innenräumen der Siedlungen fällt der NOx Gehalt in der Regel auf weniger als 1/3 der Außenmesswerte.

    Den Unterschied kann niemand erklären. Jedenfalls weiß die Berufsgenossenschaft, dass die Kollegen mit 950 µg/m³ keinen Schaden genommen haben. Seit Jahrzehnten, und nicht nur die kerngesunden.

    3. Die Wahlen sind bald vorbei. Dann wird das Thema wieder vergessen sein. Nur haben dann Viele das Vertrauen in den Diesel verloren. Und Deutschland braucht wieder 10% mehr Sprit. Aber den könnte man ja durch Erdgasmotoren kompensieren.

  11. Jürgen 30. November 2017 um 22:06 Uhr - Antworten

    Endlich mal ein Vergleich verschiedener Schadstoffe und verschiedener Quellen. Prima!

    Diesel sind nach meinen Informationen immer noch in geschlossenen Räumen (Bergbau) zulässig. Benziner nicht. Warum?

  12. Carl 1. Dezember 2017 um 4:22 Uhr - Antworten

    insgesamt sind also alle Schadstoffe seit 1990 zT erheblich reduziert worden. Unsere Alterspyramide zeigt, das immer mehr Alte immer länger leben. Was in den 80ern und 90ern an Belastung z.B. im Ruhrgebiet da war, hat der Altersstruktur in D offenbar nicht geschadet. Was ist also eigentlich das Problem? Das die Schreihälse aus Ökokreisen kommen?

  13. Jörg Müller 1. März 2018 um 11:20 Uhr - Antworten

    So lange in unserer Bevölkerung noch geraucht wird, finde ich persönlich die Diskussion über eine, durch verkehrsbedingte Luftverschmutzungen verursachte „Sterbensrate“ als vollkommen absurd!

Was ist deine Meinung?