Vorsicht, Igel: Das solltet ihr beachten

Igel kommen vor allem in der Nähe von Siedlungen mit Garten vor.

Jedes Jahr im Herbst werden wieder Igel überfahren. Autofahrer können zum Schutz der kleinen Stacheltiere beitragen. Auf keinen Fall solltet ihr euch dabei selbst in Gefahr bringen.

Anders als Wild kann der kleine Igel Autofahrern nicht gefährlich werden. Er hat nur eine Waffe: seine Stacheln. Wenn sich ein Igel bedroht fühlt, rollt er sich zu einer Kugel zusammen und bleibt liegen. Das tut er auch, wenn ein Auto kommt – und wird oft einfach überrollt.

Das könnt ihr beachten

Viele der unter Naturschutz stehenden Igel könnten verschont bleiben, wenn Autofahrer folgende Punkte beherzigen:

  • Igel kommen vor allem in der Nähe von Siedlungen mit Garten vor. Sie sind außerdem auf nahezu allen Straßen außerhalb von Ortschaften anzutreffen.
  • Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und in den allermeisten Fällen allein unterwegs.
  • Zusammengerollt sind Igel in etwa so groß wie ein Handball. Wenn Sie auf einen zufahren, können Sie versuchen, ihn zwischen die Räder zu nehmen. Natürlich nur, wenn dadurch keine Gefahr für Sie selbst oder andere entsteht.
  • So bedauerlich jeder tot gefahrene Igel ist – riskante Ausweichmanöver gefährden Menschen und sind unverhältnismäßig. Auch eine Vollbremsung mit Unfallfolge (Auffahrunfall) wird von der Autoversicherung als unverhältnismäßig angesehen. Es droht ein Verlust von Leistungsansprüchen.
  • Wenn Sie ein Tier mit dem Reifen berühren, ist es nicht mehr zu retten. Auf keinen Fall sollte man versuchen den Igel mitzunehmen – schon gar nicht nachts. Auf der Straße ist das lebensgefährlich!

Wie ihr euch im Herbst bei größeren Tieren verhalten solltet, könnt ihr in unserem How To Wildunfall sehen.


Johannes
Johannes
Aufgewachsen in München, Studium in Passau. In der ADAC Online-Redaktion volontiert und gleich geblieben.

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