Virtual Reality Brille beim Autokauf

Mit den Virtual-Reality-Brillen soll das Wunschauto im Verkaufsraum erlebbarer werden.

Mit Virtual Reality Brillen können die Menschen in eine interaktive virtuelle Welt abtauchen. Bis jetzt sind die Brillen vielen von Computerspielen bekannt, aber sie sollen jetzt auch bei Audi und Volvo beim Verkauf von Neuwagen zum Einsatz kommen. Ziel ist, das Wunschauto für den Kunden greifbarer zu machen.

Der Autokauf dürfte sich ab 2017 Stück für Stück maßgeblich verändern. Das Wunschauto braucht nicht mehr im Verkaufsraum zu stehen, es erscheint auf den Bildschirmen der Brille. Oft ist das gewünschte Auto nicht vor Ort beim Händler, aber mit der neuen Technologie können die Kunden innerhalb kürzester Zeit das frisch konfigurierte Auto immerhin virtuell erleben.

 

Virtual Reality bei Audi

Ab 2017 soll das Wunschauto beim Audi-Händler bis ins kleinste Detail erlebbar sein. Basis dafür sind die Konstruktionsdaten der Fahrzeuge, die auf die Gläser der Brille projiziert werden können. Marcus Kühne, Technische Entwicklung Audi AG: „In Virtual Reality kann man das Fahrzeug in ganz ungewohnter Weise realitätsnah sehen. Das ganze Gesichtsfeld ist ausgefüllt und man hat das Gefühl, im Auto zu sitzen. Es ist für die meisten Kunden ein wirklich begeisterndes Erlebnis.“ Eine Art Röntgenblick macht es sogar möglich, kleinste Details, beispielsweise im Motorenraum, sehen zu können.

Mit der VR-Brille können Assistenzsysteme gefahrlos getestet werden.

Audi schult bereits seine Verkäufer mit der VR-Brille. Bei einer virtuellen Fahrt mit einem echten Auto können die Assistenzsysteme ohne Gefahr getestet werden. Anfang 2017 soll die Brille dann das erste Mal in Berlin zum Einsatz kommen.

Microsoft Brille Hololense bei Volvo

Auch die Brille Hololense von Microsoft soll das Auto im Verkaufsraum von Volvo greifbarer machen. Anders als die VR-Brille von Audi überlagert die 3D-Brille Hololense die wirkliche Umgebung. Damit können Projektionen eingeblendet werden, die dem Kunden die Wirkung von Sensoren und Messtechnik verständlich erklären sollen. Die Virtual-Reality-Technik soll hier vor allem einem neuen Produkterlebnis dienen.

Dem schwedischen Hersteller ist es wichtig, dass der Kunde Funktionen wie beispielsweise den Notbremsassistenten virtuell ausprobieren kann. Für Andreas Rigling, Experte für Assistenzsysteme vom ADAC Technikzentrum, der richtige Ansatz: „Im Straßenverkehr ist es nicht möglich, dass der Kunde einen Notbremsassistenten ausprobieren kann. Solche Systeme reagieren erst im Notfall und das im Sekundenbruchteil. Mit der neuen VR-Technik ist eine gefahrlose Darstellung erlebbar.“ Die neuen Funktionen im Verkaufsgespräch zu erklären, sei die eine Sache. Die Händler sollten aber vor allem auf deren Grenzen hinweisen. Rückmeldungen von Mitgliedern geben Rigling Recht. Zu oft verlasse sich der Fahrer voll auf den Computer im Fahrzeug.

„Der Fahrer bleibt jederzeit in der Verantwortung während die Leistungsfähigkeit und Komplexität der Systeme steigt. Um das konkret zu vermitteln, müssten bereits die Händler vernünftig geschult werden.“

Für Volvo bleibt der Einsatz der Microsoft Brille allerdings vorerst ein Pilotprojekt. Die Investitionskosten sind für den flächendeckenden Einsatz zu hoch.


Sophia
Sophia
Studium in Ansbach. Volontärin Digitale Kommunikation.

4 Kommentare

  1. Hallo,

    wer sich fundiert über Elektroautos informieren will, dem kann ich meine Ratgeber empfehlen:

    https://www.amazon.de/J%C3%BCrgen-Vagt/e/B01G99DUHA/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=1482527022&sr=8-1

    Viele Grüße

    Jürgen Vagt

  2. Das ist natürlich eine interessante Sache. Ich frage mich wie sehr sowas den Autohandel von St. Gallen bis Berlin verändern wird und ob sich sowas dann in jedem Autohaus findet.

  3. Chris sagt:

    Kling interessant und es gibt sicher viele Kunden, die das mal ausprobieren möchten. Wie sehr es sich dann wirklich auf die Verkäufe auswirken wird, kann ich nicht beurteilen, denke aber nicht, dass es einen so großen Effekt haben wird. Ist mehr ein nettes Feature, das einfach mehr Kunden in die Filialen locken soll.

  4. Max sagt:

    Interessanter Artikel! Die Einsatzmöglichkeiten von VR werden ja immer größer. Da bin ich gespannt, ob ich bei meinem nächsten Autokauf auch eine virtuelle Probefahrt machen darf. 🙂

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