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Fällt ein Drogentest bei einer Verkehrskontrolle positiv aus, so droht der sofortige Verlust des Führerscheins.

Ein Delay-Spray soll Männer vor frühzeitiger Ejakulation schützen. Vor dem Entzug des Führerscheins kann es indes nicht bewahren – wenn der Drogentest positiv war. Ein Mann klagte dagegen.

Ein Autofahrer geriet in eine Verkehrskontrolle. Ein an ihm durchgeführter Drogentest ergab stark erhöhte Werte von Methylendioxymethamphetamin (MDMA) und Methylendioxyamphetamin (MDA). Beide Substanzen unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und befinden sich in Extasy.

Der Betroffene sollte daraufhin seinen Führerschein abgeben, legte dagegen aber Einspruch ein. Er erklärte, dass die festgestellten Werte durch ein Delay-Spray hervorgerufen worden seien. Delay-Sprays finden Anwendung im männlichen Intimbereich und sollen die Ejakulation hinauszögern.

Richter vermuten Drogenkonsum

Er habe keine Betäubungsmittel konsumiert, so der Mann weiter. Eine Analyse des entsprechenden Sprays ergab aber lediglich Spuren von Amphetaminen. Die Sache ging vor Gericht. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wies die Klage des Mannes schließlich ab.

Laut Sachverständigengutachten hätten sich in dem Intimspray nur Spuren von Amphetaminen nachweisen lassen, nicht aber MDMA oder MDA. Die hohe Konzentration dieser Stoffe im Blut des Betroffenen sei durch die Verwendung des Sprays nicht zu erklären.

Es sei daher anzunehmen, dass der Mann vor Fahrtantritt Betäubungsmittel konsumiert habe, so die Richter. Der Entzug der Fahrerlaubnis war deshalb in Ordnung.

Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 19.07.2016, Az.: 10 S 608/16

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