Rechtsfahrgebot: Das sagen unsere User

In Deutschland gilt das Rechtsfahrgebot.

In Deutschland gilt ein Rechtsfahrgebot, das permanentes Fahren in der Mitte verbietet. Bedeutet: Auf Autobahnen muss grundsätzlich rechts gefahren werden. Das ist in der Straßenverkehrsordnung so festgehalten. Auf Facebook hat diese animierte Grafik zum Thema Rechtsfahrgebot für hitzige Diskussionen gesorgt. 

Aber was ist eigentlich erlaubt? Darf man in Notfällen rechts überholen? Was kann man gegen die Mittelspurschleicher tun? Und wie kann man diese Situationen verhindern? Bei vielen unserer Facebook-User herrscht Unklarheit darüber, wann das Rechtsfahrgebot gilt und welche Sonderregelungen existieren. So ging es auch Martin Kinnert und Heiko Lübkemann.

Das Rechtsfahrgebot gilt tatsächlich nicht immer. Auf dreispurigen Autobahnen ist die Regelung etwas abgeändert:

Nach Paragraph 7 Abs. 3c StVO darf die mittlere Spur durchgängig befahren werden, wenn „hin und wieder“ rechts ein Fahrzeug fährt. Es kommt in diesem Fall auf die Zeit an, in der man den rechten Fahrstreifen nutzen kann, bevor wieder ein Spurwechsel nötig wird. Dadurch soll ein zu häufiger Spurwechsel verhindert werden.

Ausnahmefall: Rechtsüberholen

Manchmal kann es allerdings auch zu Situationen kommen, bei denen ein Auto rechts überholt werden darf:

Ist der Verkehr so dicht, dass sich auf den Fahrstreifen für eine Richtung Fahrzeugschlangen gebildet haben, so darf rechts schneller als links gefahren werden (§ 7 Abs. 2 StVO). Voraussetzung ist, dass auf allen Fahrstreifen so dichter Verkehr ist, dass nebeneinander gefahren wird. Dies ist dann der Fall, wenn der Verkehr einmal auf der einen Fahrspur, dann auf der anderen geringfügig schneller ist.

Eine weitere Ausnahme enthält § 7 Abs. 2 a StVO. Danach dürfen Fahrzeuge dann mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholt werden, wenn diese auf dem linken Fahrstreifen stehen oder langsam fahren. Das dabei erlaubte Rechtsüberholen setzt voraus, dass der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen entweder steht oder mit einer Geschwindigkeit von höchstens 60 km/h fährt. Bei stehendem Verkehr auf dem linken Fahrstreifen darf auf dem rechten Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeit von maximal als 20 km/h gefahren werden. Ist der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen langsam in Bewegung, so darf rechts mit keiner höheren Differenzgeschwindigkeit als 20 km/h gefahren werden.

Das Thema beschäftigt viele Autofahrer

Tatsache ist, dass das Rechtsfahrgebot jeden Tag tausende Autofahrer betrifft und nicht jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat. Viele unserer User wünschten sich, dass das Thema noch breiter in den öffentlichen Medien kommuniziert wird, um so mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen.

Grundsätzlich gilt: Jeder Autofahrer muss sich an das Rechtsfahrgebot halten. Auch wenn man sich über das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer aufregt, sollte man sie nicht auf eigene Faust „erziehen“, sondern sich selbst an das Gebot halten und es besser machen. Das sieht nicht nur unser Facebook-User Carsten Sieg so. Alle weiteren Infos rund um das Thema findet ihr hier.


Sophia
Sophia
Studium in Ansbach. Volontärin Digitale Kommunikation.

4 Kommentare

  1. N.Seippel sagt:

    Ich wollte die Lesermeinungen auf dieser Seite vollumfänglich lesen. Leider geht das nicht, weil ich kein Facebookmitglied bin. Ich finde es nicht richtig, dass mein ADAC mich auf diese Weise dazu „nötigt“, Mitglid bei Facebook zu werden. Bitte stellen Sie zukünftig alle Informationen in einem Newsletter auch den Mitgliedern des ADAC zu Verfügung, die, auswe Gründen auch immer, keine Mitgliedschaft bei den sozialen Medien eingegangen sind.

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