Neue Radwege: Werden Autofahrer ausgebremst?

Die weitverbreitete Meinung, dass Radfahrstreifen den Autoverkehr ausbremsen, muss nicht zwangsläufig stimmen.

Die Frankfurter Allee in Berlin, der Hansaring in Köln oder die Rosenheimer Straße in München: Wenn Fahrstreifen für Pkw und Lkw einem neuen Radweg weichen sollen, ist der Aufschrei bei Autofahrern meist groß. Doch Studien aus den USA belegen: Neue Radwege oder Fahrradstreifen bremsen Autofahrer gar nicht aus. Im Gegenteil.

Leidet der Autoverkehr, wenn Fahrbahnen zugunsten von Radstreifen verengt werden? Dieser Frage sind Forscher an der Universität in Virginia nachgegangen und haben vier Szenarien durchgespielt. Sie errechneten das Stauaufkommen und die Fahrzeitverluste für Autofahrer auf zweispurigen Straßen mit bzw. ohne Radstreifen sowie mit einem Anteil des Radverkehrs von einem bzw. zehn Prozent.

Das Ergebnis: Separate Fahrstreifen für Radfahrer bringen auch für Autofahrer Vorteile. Sie kommen schneller vorwärts. Und: Je höher der Anteil der Radfahrer ist, desto deutlicher ist der Zeitgewinn für Autofahrer. Bei einem Radleranteil von zehn Prozent am Verkehr kommen Autofahrer um etwa ein Drittel schneller vorwärts, wenn es eine separate Radspur gibt.

Studie: Autos schneller dank Radweg

Eine Untersuchung des New York City Department of Transportation bestätigt diese These. Auf der Columbus Avenue im belebten Manhattan wurden die Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr verengt, auf dem zusätzlichen Raum ein Radweg inklusive Sicherheitsstreifen geschaffen. Trotz des Umbaus waren Autofahrer auf der Strecke zwischen der 96. und der 77. Straße rund 35 Prozent schneller unterwegs – und das, obwohl der Anteil der Autos nahezu gleichgeblieben ist.

Die Neugestaltung der Columbus Avenue hatte außerdem einen positiven Effekt auf die Sicherheit: Während die Zahl der Radfahrer in dem Abschnitt um mehr als 50 Prozent gestiegen ist, sank die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten um 27 Prozent.

Reisezeit für Autofahrer stabil

Selbst auf Strecken, auf denen Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr zugunsten eines Radwegs eingespart wurden, blieb die Fahrzeit für Autofahrer stabil. Ein Beispiel ist der Prospect Park West in Brooklyn, wo es statt drei nun zwei Spuren und einen Radweg gibt. Dort ist die Fahrzeit auf der untersuchten Strecken – sie ist etwa eine Meile lang – für Autofahrer quasi stabil geblieben: Morgens stieg sie um wenige Sekunden, tagsüber und zur Rushhour am Abend sank sie.

Die Ergebnisse sind zwar nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar. Sie zeigen jedoch, dass die landläufige Meinung, der Autoverkehr würde durch die Einrichtung von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ausgebremst, nicht stimmen muss. Manchmal steht eine deutliche Verbesserung für Radfahrer keinem oder nur einem marginalen Fahrzeitverlust für Autofahrer gegenüber.

Interessen sorgfältig abwägen

Aus unserer Sicht sind bei einer Neuordnung des Straßenraums die unterschiedlichen Interessen sorgfältig abzuwägen. Radfahrstreifen sind grundsätzlich eine Alternative zu Bordsteinradwegen, sofern die Straßenquerschnitte ausreichend breite Fahrspuren für Autofahrer und Radfahrer zulassen. Die Anlage von Radfahrstreifen auf Kosten von Kfz-Fahrspuren auf Hauptverkehrsstraßen ist dagegen nur dann vertretbar, wenn eine Verkehrsverlagerung in sensible Wohngebiete weitgehend ausgeschlossen werden kann.

 

Neue Radwege in Städten? Unsere Experten in Berlin und München weisen auf die Bedeutung der jeweiligen regionalen Infrastruktur hin.


37 Kommentare

  1. Sergy sagt:

    Nein, Autos bremsen mich auf dem Fahrrad auf!

  2. Wie viele Fahrstreifen hat die Columbus Ave in NYC? Sechs oder acht?

  3. Uli Piper sagt:

    Auf der Frankfurter Allee besteht ein Radweg, der auch vom gros der Radfahrer genutzt wird – diese bremsen also derzeit den motorisierten Verkehr nicht aus.

  4. Helmut Abler sagt:

    Viele Radfahrer meiden heute die mit teurem Geld gebauten Radwege und fahren demonstrativ auf der Straße. Das wird sicher auch bei dem neuen Radwegkonzept so bleiben. Diese Sorte Radfahrer wird sich nie ändern, es sei denn nur mit der Verhängung von Bußgeld.

    • Martin sagt:

      Diese Meinung ist sehr subjektiv. Ich pendle jeden Tag mit dem Fahrrad in der Stadt München zur Arbeit und ich wäre sehr froh, wenn ich nicht die Fahrbahn mit den Autofahrern teilen müsste, aber es fehlen durchgängige Radwege. Zum Anderen wäre in einer Stadt wie München genügend Platz auf den Fahrbahnen einen baulich getrennten Radweg zu errichten, aber dieser Platz wird von geparkten Autos beidseitig verschwendet. Eine jährliche Parkgebühr von 30,-€ für die Nutzung der Seitenstreifen zum Parken ist eben günstiger wie ein Tiefgaragenstellplatz.

    • Anonymous sagt:

      Das sehe ich genau so! Radfahrer glauben immer, sie sind die größten und können sich alles erlauben. Bei rot über Ampeln fahren, links fahren etc. Nur wenn es kracht, und der natürlich „unschuldige Fahrradfahrer“ im Krankenhaus landet, dann sind selbstverständlich alle anderen Schuld, nur nicht er.

    • Ulrich Koerner sagt:

      Nun hören Sie aber mal auf! Wo meiden denn „viele“ Radfahrer demonstrativ die Fahrradwege? Fürchterliche Pauschalisierung, immer nur gegeneinander!

  5. Jürgen sagt:

    Radfahrstreifen sind ja grundsätzlich gut.
    Aber als Fahrlehrer sehe ich sie auch ausgesprochen kritisch, da beim Überholen oft kein Seitenabstand besteht ( insbesondere wenn Busse u. Lkw sich in diesen Straßen an den Radfahrern vorbeimogeln).
    Sicherer ist es in den meisten Fällen daher nur bedingt u. nur durch unvorsichtige Fahrweise wird es für die Autofahrer nicht deutlich langsamer.
    Richtig kritisch wird es dann oft wenn Autofahrer bei Stau auf den ehemaligen Fahrstreifen fahren um im weiteren Verlauf rechts abbiegen zu können.
    Dies sehe ich fast täglich in Mannheim wo auch viele dieser Fahrradstreifen eingerichtet wurden.
    Da fehlt leider oft die nötige Geduld!

    • Rolf Mitzkeit sagt:

      Jürgen sagt:14.06.2017-16:54
      Im StVR ist genau beschrieben das Verhalten der Radfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer auf den Fahrradschutzstreifen.
      Nach meinen Beobachtungen ist das Verhalten der Rechtsgrundlage nicht bekannt. Vielleicht kann der ADAC dies endlich mal klären!

  6. Bernd sagt:

    Hy, schreibe hier aus München, bin Busfahrer, 1. sind diese rot markierten Radwege vom Radweg auf die Straße extrem gefährlich, weil der groß teil der Radler gar nicht mehr schaut ob ein Fahrzeug kommt und einfach runter fahren, oft Queren diese die Straße über die Spur von Rechts Abbiegern. auch sehr zum leid der Autofahrer fahren diese bei Rot. nach meiner Ansicht, behindern diese durch die Fahrbahn Verengung absolut den Verkehr, man muss sehr oft weil es einspurig wird, deswegen hinter diesen mit schritt Nach fahren..

  7. Rolf Mitzkeit sagt:

    Herr Jörg Becker, Leiter Verkehr & Technik, ADAC Bln.-Brandenburg schreibt in seinem Artikel vom 09.06.2017 von „Radangebotsstreifen“.
    Dieses Wort ist falsch; denn lt. Straßenverkehrsordnung gibt es nur >FahrradschutzstreifenFahrradstraßenFarradweg>ruhender Verkehr>Kfz-Verkehr. Es wurde geändert in Gehweg> ruhender Verkehr> Fahrradweg> Kfz.-Verkehr. Gleichzeitig müssen alle Lkw an den Seitenflächen im Schutzschilder haben. Ich bin seit 1963 Mitglied im ADAC, war in freiwilligen Kameradschaftshilfe (Vorgänger der Gelben Engel) und 1967 aktives Mitglied der Landesverkehrswacht Berlin und Rosenheim.

  8. Conny sagt:

    “ da beim Überholen oft kein Seitenabstand besteht ( insbesondere wenn Busse u. Lkw sich in diesen Straßen an den Radfahrern vorbeimogeln)“

    Seitenabstand besteht nicht – Seitenabstand hält man.

  9. Harry Schneider sagt:

    Hallo ADAC,
    in Ihrem Bericht „Neue Radwege: Werden Autofahrer ausgebremst?“ ich würde das mit „Ja“ beantworten.
    Sie beziehen sich auf eine Studie aus USA, dass die Autofahrer von Radwegen nicht unbedingt behindert werden, sondern sogar profitieren. „Die Städte sind alles ebene Gelände“.
    Ich kann nur sagen, da ich in Rochester / State New York gewohnt habe und in New York mich bei Verwandten aufgehalten habe, hab ich mich mit mehreren Einwohner dort unterhalten, sie selbst ärgern sich über die Radwege, obwohl dort die Straßen teilweise 2-4 spurig sind. Sie haben mir auch gesagt, dass sehr viele Autofahrer aufgrund von mehr Staus, auf das Fahrrad umgestiegen sind, so dass dadurch weniger Autos unterwegs sind, somit wird der Autoverkehr nicht so arg behindert und man könnte meinen, dass der Verkehrsfluss besser würde.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass zusätzliche Radwege in Deutschland bei 1-2 spurigen Straßen für Autofahren von Vorteil sind und schon gar nicht in kleineren Städten, ich wohne in Geislingen an der Steige mit ca. 26 000 Einwohnern, wo die meisten Straßen 1-spurig, nur die Durchgangsstraßen B10 teilweise 2-spurig ist. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass das eine neue Gangart von den Städten und Gemeinden ist, ihre Belastungen „Stickoxid, Ruß und Lärm“ zu reduzieren. Ich glaube die Städten und Gemeinden wären besser beraten, dass sie ihre übermäßig vielen Ampelanlagen, bei uns in der Kleinstadt manchmal im Abstand von 50-80m, intelligent steuern sollten, was bei vielen (Städten und Gemeinden) noch nicht angekommen ist, vermutlich auch aus finanziellen Gründen. Da sollten sie mal als ADAC für die Autofahrer antreten. Es gibt sehr viele Städte und Gemeinden wie in Geislingen an der Steige, in denen man nicht alles mit dem Fahrrad bewältigen kann (Berg –undTalfahrt).

    Viele Grüße aus dem Schwabenland

    Harry Schneider

  10. Seb sagt:

    Diese Meldung ist aber – liest man sie genau – relativ inhaltsleer. Bezogen wird sich auf eine Untersuchung mithilfe von Computermodellen. Diese können zwar erste Hinweise geben, ersetzen aber niemals Untersuchungen in der Praxis. Ein irgendwie gearteter Beleg für eine Hypothese sind Computermodelle jedoch nie.

    Darüber hinaus wird nur ein einziges Praxisbeispiel erwähnt. Hier kann ich als Leser aber natürlich ohne den gegebenen Kontext überhaupt nicht einschätzen, wie vertrauenswürdig die genannten Ergebnisse sind.

    Ich als Leser bleibe also nach dem Lesen dieses Blogartikels genauso wissen odr unwissend zurück wie zuvor.

  11. Dieser Artikel ist ja wirklich interessant. Doch so richtig leuchtet mir es nicht ein, wieso die Autos dann schneller unterwegs sind, wenn da eine Radspur auf der Straße ist.
    Da wird immer von den Studien gesprochen, aber nicht die Begründung, warum ist das so ?
    Dazu hätte ich gerne mal eine Erläuterung von jemandem.
    J.A..

  12. Jan sagt:

    Abgetrennte Radwege sind wesentlich besser als Radfahrstreifen, da auf diesen oft zu wenig Rücksicht auf Radfahrer genommen wird.
    Die Rennradfahrer, die (innerorts) auf der Straße fahren* und dann auch noch zum Umfahren eines Staus den Radweg nehmen um direkt danach wieder auf die Straße zu fahren sind natürlich ein Problem, dem man mit Bußgeldern beikommen muss.
    Punkte gibt es dafür leider nicht.
    *trotz blau/weißem-beschildertem Pflicht-Radweg

  13. Marc sagt:

    Was soll bitte eine Untersuchung in den USA und hier bringen?

    Die Fahrweise und Mentalität im Vergleich zu Deutschland ist eine ganz andere.

    Solange hier überhaupt Radwege benutzt werden, was ich leider nicht wirklich oft sehe in und um Köln, fahren viele Radfahrer auch einfach auf der Straße.
    Das führt oft zu Rückwärtigem Stickenden Verkehr, da oft nicht wirklich ausreichend Platz zum Überholen vorhanden ist, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

    Mal davon abgesehen, das viele Radfahrer jegliche Ampeln und Verkehrsregeln komplett ignorieren wäre es wohl eher angebrachter lieber mal eine Untersuchung Bundesweit zu forcieren, als sich immer auf irgendwelche amerikanischen Studien zu stützen.

  14. Marc sagt:

    Was soll bitte eine Untersuchung in den USA und hier bringen?

    Die Fahrweise und Mentalität im Vergleich zu Deutschland ist eine ganz andere.

    Solange hier überhaupt Radwege benutzt werden, was ich leider nicht wirklich oft sehe in und um Köln, fahren viele Radfahrer auch einfach auf der Straße.
    Das führt oft zu Rückwärtigem Stickenden Verkehr, da oft nicht wirklich ausreichend Platz zum Überholen vorhanden ist, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

    Mal davon abgesehen, das viele Radfahrer jegliche Ampeln und Verkehrsregeln komplett ignorieren wäre es wohl eher angebrachter lieber mal eine Untersuchung Bundesweit zu forcieren, als sich immer auf irgendwelche amerikanischen Studien zu stützen.

  15. Matthias sagt:

    Die Radwege auf der Frankfurter Allee in Berlin haben ein Radfahrgebotsschild. Das interessiert viele Radfahrer aber nicht. Die Polizei sieht zu und versucht noch um den Radfahrer herumzukommen, der auf der Straße fährt, ohne auf den Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung wenigstens hinzuweisen. Solange das Gesetz zusieht, wie täglich 80-90% der Radfahrer permanent gegen die StVO verstoßen wie falsche Seite in der Spur, rote Ampeln, benutzen der Fußgängerampel, falsche Spur auf der Straße, falsche Richtung auf dem Radweg, Bürgersteigfahrer wenn´s grad passt etc., etc. Ich könnte das so fortsetzen, ist diese Disskussion unnütz.
    Es gibt ja bereits Städte, die vereinzelt Polizei auf Fahrrädern einsetzt. Die Reaktion der Radfahrer, wenn sie angehalten werden (etwas überspitzt): Die StVO gilt doch nicht für Radfahrer…
    Und an die Adresse von Jürgen:
    Der Seitenabstand ist aber keine Einbahnstraße und gilt eigentlich auch für Radfahrer, die das aber anders sehen. Schrammen am Auto sind da keine Seltenheit.
    Sind denn die Radfahrwege in Mannheim mit einer durchgezogenen weißen Linie vom Fahrstreifen getrennt? Wenn dem so ist gilt dann natürlich das Nutzungsverbot für Autofahrer.

  16. Anonymous sagt:

    Wenn man sich das Verhalten der Radler hier in Berlin ansieht, dann möchte man nicht glauben, das sie den Radweg benutzen. Ist er da, dann sollte er auch verpflichtend zu nutzen sein. Man sollte aber auch darauf hinweisen, das wenn man keinen Radler behindert, auch dort fahren kann, das blenden viel PKW Fahrer einfach aus.

  17. Herbert Eibl sagt:

    Radfahrstreifen sind oft eine trügerische Sicheheit für Radfahrer. In Rosenheim (Oberbayern) werden immer wieder Teilstücke von Radfahrstreifen auf die Fahrbahn markiert, die dann plötzlich enden. Warum??? Es gibt von der Regierung für jeden Meter Radfahrstreifen Zuschüsse. Diese Gelder wollen viele Städte für sich einheimsen und so kommen diese Stückwerke von Radfahrstreifen zustande, die für Radfahrer und Autofahrer immer wieder zu gefährlichen Situationen führen. Oftmals werden Radfahrer gegen die Bordsteinkante gedrückt, weil die Fahrbahnen für zwei Fahrtrichtungen (Gegenverkehr) in unseren deutschen Städten auf Grund der alten Baustruktur zu eng sind. Leider werden solche Städte dann noch als fahrradfreundliche Städte hervorghoben, weil es viele Kilometer Radweg gibt aber leider nur Stückwerk. Ein zusammenhängendes Radwegenetz ist nur Augenwischerei.
    Es müssten dringend die bestehenden Vorschriften für den Bau und für die Anlage von Radwege und Fahrradstreifen berücksichtigt und eingehalten werden.
    Das gleiche Problem haben wir in Rosenheim mit den Bus-Spuren, die den Linienverkehr beschleunigen sollten. Funktioniert jedoch nicht, da auch diese plötzlich, oft im Bereich von Ampelstaus, enden. Die Fahrbahnen in deutschen Städten sind einfach zu eng für Sonderfahrstreifen.

  18. Burkhard sagt:

    Unter den Autofahrern wie unter den Radfahrern wird es immer Egoisten geben die meinen die Verkehrswege seien nur für sie allein gebaut.
    Ich fahre seit über 40 Jahren Auto und betreibe mit Begeisterung auch das Radfahren, Chaoten begegnen mir immer wieder bei beiden Fortbewegungsarten. Ich bin aber der Überzeugung dass sich die Mehrheit rücksichtsvoll verhält. Ein Ausbau der Radwege ist auf jeden Fall voranzutreiben.

  19. Bernd Schreiber sagt:

    Der ADAC verbreitet solchen Blödsinn – und vertritt diesen Schwachsinn wahrscheinlich auch noch politisch. Ich muss ernsthaft über meine Mitgliedschaft nachdenken.
    Das fällt in die Kategorie „Wissenschaftler haben bewiesen, dass Rauchen doch nicht schädlich ist.“ gezeichnet Dr. Malboro.

    • noj sagt:

      es ist immer schwieig Leute ernst zu nehmen, die zwar eine Meinung haben, aber offensichtlich die Dokumente zu obigem Thema gar nicht kennen.

  20. Martin Schmidt sagt:

    Es wird Zeit, dass es an den Fahrräder Kennzeichen gibt, damit die Anonymität der Fahrradrüpel aufgehoben wird. Was die Radfahrer den Autofahrern an Fehlverhalten vorwerfen, vollziehen sie in gleichem Maße gegenüber den Fußgängern.
    Wenn jeden in seinem Verhalten an den Schwächeren denkt, wäre es für alle leichter.

  21. Bernd Schreiber sagt:

    Die Columbus Avenue hat als Einbahnstraße (!!) 3 Fahrstreifen plus Parkspur (in der Rushhour mit Halteverbot) plus ab und zu eine Linksabbiegerspur. Sie ist absolut keine Haupt- / Durchgangsstraße. Das sind links und rechts davon Broadway und Central Park West.

    Außerdem: Mein Kumpel wohnt 75. West. Ich kann mich nicht erinnern, in diesem Bereich (außer vielleicht bei Unfall oder Baustelle) jemals Stau gehabt zu haben.
    Und Radfahrer in Manhatten? Außer Fahrradkurieren ist das Thema südlich der 85. (spätesten ab 59. (Central Park South) und vielleicht noch im Village) marginal.

    Brooklyn ist ein Thema für sich. Gibt es da (innerstädtisch) Verkehrsregeln?

  22. Rudolf Jonas sagt:

    Rudolf Jonas
    15. Juni 2017

    Ich bin mit Jürgen einer Meinung. Fahren Sie einmal durch Süddeutschland und Österreich und schauen sich einmal an, was sich da auf den Straßen so tut, obwohl beste Radwege mit viel Geld gebaut wurden. Alle Radfahrer die Rennräder unter ihrem Hintern haben, fahren nicht auf den Radwegen, sondern auf der Straße. Wenn ein Autofahrer einen solchen Radfahrer einmal anfährt, ist er immer der Dumme, weil er angeblich der Stärkere ist. Den Mittelfinger bekommt man immer gezeigt, wenn man solche Radfahrer anhupt. Am letzten Samstag fuhren 2 Rennradfahrer durch den Umfahrungstunnel bei Bad Ischel, weil sie wohl den Weg durch die Stadt nicht benutzen wollten.

  23. Holger Schwerin sagt:

    Das Problem an den Radwegen ist, dass sie nicht nur von Radfahrern genutzt werden. Wie bereits erwähnt nutzen auch Autofahrer den Radweg,und sei es nur für eine kurze Pause zum Telefonieren. Desweiteren werden auch gern mal Schilder aufgestellt und meist sind die Wege zu schmal. Und wenn man jetzt über den Zustand der Straßen meckert, dann sollte man sich erst mal die Radwege ansehen!

  24. Wolfgang M. sagt:

    Schaut doch einmal in unser Nachbarland Niederlande!
    Dort werden „über Land“ neben den Autobahnen breite Fahrradwege gebaut.
    Das Problem ist eigentlich nur die fehlende gegenseitige Rücksichtnahme.

  25. Teddy sagt:

    Vielfach sind die Fahrradwege in schlechtem Zustand, mit Scherben oder Schlaglöchern, daher fahren besonders Rennradfahrer auf der Straße. Für diese kann das schnell zu gefährlichen​ Unfällen führen. Ich fahre aktuell kein Rennrad habe aber manchmal durch die schlechten Radwege alle zwei Tage eine Reifenpanne oder kaputte Speichen. Auch rote Ampeln überfährt man gelegentlich, wenn die Überquerung einer Kreuzung 5 Ampeln erfordert, wobei jede auf Rot geschaltet ist. Aber auch die Autofahrer leiden immer mehr an der Ausuferung der Ampeln mit der roten Welle der Vernunft. Man sollte annehmen, dass die leistungsfähige Computertechnik eine Ampelreglung möglich macht.

  26. noj sagt:

    In der Sache POSITIV! Nur gemeinsam, Auto- UND Radfahrer können am Rad der Zukunft drehen.
    Ziemlich verwunderlich finde ich, dass der ADAC dazu eine vier Jahre alte Studie ausgräbt.
    VW und Maut sind etwas aktueller

  27. Radfahrer sagt:

    Die meisten Autofahrer glauben, dass es Absicht ist, wenn wir auf der Strasse fahren und nicht auf dem Radweg. Nein!! Es dient zu unserem eigenen und dem Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer! Ich fahre im Jahr ca. 5000km auf dem Rad. Als Hobby Radfahrer fährt man keine 10km/h oder 15km/h sondern 25km/h aufwärts. Ein Radweg (2m Breit) den man sich mit Fussgängern, Kindern und Haustieren teilen muss, ist da leider nicht zu gebrauchen. Es ist für Radfahrer einfach zu gefährlich den zu benutzen, denn keiner hält den Radweg für uns frei oder schaut beim Betreten – Überqueren nach Radfahren. Ebenso ist es an den kleinen Strassenkreuzungen. Alle Autofahrer überqueren den Radsteifen ohne zu schauen bzw. schätzen die Geschwindigkeit eines Fahrrad’s falsch ein. Auf der Strasse ist es da oft viel sicherer.

  28. Dimitrow L. sagt:

    Wenn Fahrstreifen für Pkw und Lkw einem neuen Radweg weichen sollen, ist der Aufschrei bei Autofahrern meist groß. Aber den Vergleich mit Columbus Avenue ist nicht ganz korrekt denn 2008 wurde die Ninth Avenue zwischen der 31st Street und 14th Street umgestaltet und ein Fahrradweg auf der Westseite der Straße zwischen dem Randstein und der Parkspur angelegt und kein Fahrstreifen musste weichen.

  29. […] dann können auf einer der beiden verbleibenden Fahrspuren auch Kurzhalte ermöglicht werden, ohne den Autoverkehr übermäßig zu behindern – vormittags stadtauswärts, nachmittags stadteinwärts. Unseriös wäre es jedoch, den […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.