Neue Gesetze für Elektroautos

Kleine Schritte auf dem Weg zur Mobilität der Zukunft.

Seit der Abgas-Affäre bei VW ist die Elektromobilität stärker in den Fokus gerückt, auch politisch. Der deutsche Bundesrat hat beschlossen, die Eigentümer neu angemeldeter E-Fahrzeuge steuerlich stärker zu entlasten. Und die EU fordert laut dem Magazin Der Spiegelbei Neubauten immer eine Lademöglichkeit für E-Autos zu berücksichtigen.

Der deutsche Bundesrat verhandelte seit einigen Wochen, ob eine bereits bestehende Steuerbefreiung von E-Fahrzeugen erweitert werden soll oder nicht. Nun hat das Gremium beschlossen, dass sich der Zeitraum der Steuerbefreiung für E-Autos verdoppelt. Ziel der Neuregelung ist, einen Kaufanreiz zu setzen, den Anteil der E-Autos im täglichen Straßenverkehr deutlich zu erhöhen und somit den CO2-Ausstoß langfristig zu verringern. 

Längere Steuerbefreiung für E-Autos

Bisher waren erstmals zugelassene E-Autos fünf Jahre lang von der Steuer befreit. Der neue Beschluss des Bundesrates vom 14. Oktober 2016 erweitert diese Regelung deutlich: Wer sich in Zukunft ein rein elektrisch betriebenes Auto kauft, muss dafür zehn Jahre lang keine Steuern zahlen.

Das beschlossene Gesetzespaket enthält eine weitere Vergünstigung: Wer sein E-Fahrzeug beim Arbeitgeber kostenfrei aufladen kann, muss diese Batterieladung nicht mehr als „geldwerten Vorteil“ versteuern. Diese Neuregelung gilt auch für Plug-in-Hybride und zulassungspflichtige S-Pedelecs, jedoch nicht für reine Dienstwägen.

Auch der Arbeitgeber profitiert vom neuen Gesetzespaket zur Förderung der deutschen E-Mobilität: Wer auf dem Betriebsgelände eine Ladestation installieren lässt, kann sich über die Lohnsteuer den Aufbau dieser Station(en) bezuschussen lassen. Bevor die Neuregelungen jedoch in Kraft treten können, muss sie zunächst der Bundespräsident unterzeichnen.

EU-Initiative: Ladevorrichtungen bei Neubauten

Eine weitere Neuregelung kommt laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel von der EU. Neue Bauten, vor allem Einfamilienhäuser und alleinstehende Gebäude, sollen in Zukunft immer eine Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge berücksichtigen. Größere Gebäude müssten demnach mindestens einen von zehn Parkplätzen als Ladestation für E-Autos reservieren. Auch Gebäude, die saniert werden müssen, wären von dieser neuen Richtlinie betroffen.

Eine Ladestation kostet in etwa 75.000 Euro. Wer den Aufwand bezahlen soll und ob die EU eine derartige Ladestation bezuschusst, ist unklar. Ab wann die EU-Richtlinie berücksichtigt werden muss, ist ebenfalls nicht geklärt. Laut Der Spiegel soll die Neuregelung voraussichtlich ab dem Jahr 2023 in Kraft treten.

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