Mazda: Selbstzünder geht in Serie

Keine Zündkerzen, 30 Prozent weniger Verbrauch: So sieht der neue Mazda-Benzin-Selbstzünder "HCCI" aus.

Mazda forscht,  wie auch die Konkurrenz, seit Jahren an einem Benzinmotor, der ohne Zündkerzen läuft. Prototypen existieren bereits. Nun wollen die Japaner schon in den nächsten zwei Jahren diese Technologie serienreif machen, mit der man eine Menge Sprit sparen kann. 

Automobilportale vermeldeten, dass Mazda einen effizienten Benzinmotor ohne Zündkerzen bald serienmäßig einsetzen will. Jochen Münzinger, Sprecher von Mazda Deutschland, bestätigt uns diese Information: „Wir beabsichtigen, die serienreife Technik Anfang September 2017 genauer vorzustellen und auch Testfahrten mit entsprechenden Prototypen anzubieten.“ Die ersten Autos mit HCCI-Motor werden die Fahrzeuge der Mazda3-Generation sein, sobald die Technologie einsatzbereit ist, so Münzinger. Das sei für Ende 2018 oder Anfang 2019 geplant.

Die Technologie eines Benzinmotors, der wie ein Dieselmotor ohne Zündkerzen läuft, nennt sich HCCI, was für „Homogeneous Charge Compression Ignition“ steht. Beim HCCI-Verfahren wird das komprimierte Luft-Kraftstoff-Gemisch in einem optimalen Verhältnis dazu gebracht, sich selbst zu entzünden. Dabei bleibt die Verbrennungstemperatur im Vergleich zur Entzündung per Zündkerzen gering. Das wiederum hat mehrere Vorteile: Zum einen enthalten die Abgase eines solchen Motors deutlich weniger Spuren von Stickoxiden und Ruß. Zum anderen erhöht sich der Wirkungsgrad. Die ersten Tests der meisten Hersteller ergaben, dass der Verbrauch somit um etwa 30 Prozent sinkt. Das bedeutet: deutlich weniger CO2-Emissionen.

Wegen der Verwandtschaft mit Dieselmotoren wird der Selbstzünder wahlweise „Biesel“ (Wortschöpfung aus Benzin plus Diesel) oder „Diesotto“ genannt – eine Wort-Kreation von Mercedes. Auch die Schwaben forschen seit Jahren an so einem Motor.


 

1 Kommentar

  1. Meixner sagt:

    Versteh ich nicht ganz: da „rühmen“ sich Mercedes und BMW die besten Motoren zu bauen und man hört von diesem „Biesel“ nichts! Wenn man damit wirklich bis zu 30 % Kraftstoff einsparen kann und dabei noch der Schadstoffausstoß verringert wird, warum ist dieses Konzept nicht in der Öffentlichkeit bekannt, wenn doch Mazda schon im September damit Testfahrten macht?!? Oder gibt’s da andere, gravierende „Mängel“ wie z.B. Haltbarkeit, Kosten der Herstellung, etc.?

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