E-Highlights der LA Auto Show 2016

Einer der E-Stars in L.A.: Der Fisker Emotion.

Ein Pick-Up von Mercedes, eine Langversion des Porsche Panamera oder eon großes SUV von VW mit dem Namen Atlas: Viele Fahrzeuge mit konventionellem Verbrennungsmotor feiern auf der LA Auto Show 2016 (18. bis 27. November im Convention Center Los Angeles) ihre Premiere. Doch auch E-Autofans kommen auf ihre Kosten. Die fünf Elektro-Highlights der LA Auto Show.

Fisker EMotion

Auch Henrik Fiskers neuester E-Autobeitrag verspricht ein sportliches Fahrerlebnis.

Vollautonome Steuerung, bis zu 640 Kilometer Reichweite und maximal 260 km/h schnell: Der EMotion des Autoherstellers Fisker soll über spektakuläre Eckdaten verfügen. Mastermind Henrik Fisker baute schon früher hübsche und schnelle E-Renner. Nach der Insolvenz seiner nach ihm benannten Firma Fisker Automotive ist er nun mit seinem neuen Unternehmen Fisker Inc. zurück auf dem Elektroauto-Markt.

Akku-Technologie mit Superkondensatoren soll die spektakuläre Reichweite möglich machen. Das größte Hindernis dafür stellten bisher die Produktionskosten dar. Fisker soll in den vergangenen Jahren eine Maschine entwickelt haben, mit der die Produktion in Zukunft günstiger wird.

Aufgrund des platzsparenden Elektroantriebs soll EMotion trotz des markanten Sportwagen-Designs viel Beinfreiheit und Komfort für den Fahrer bieten. Wann und wo der EMotion mit den auffälligen Schmetterlingstüren auf den Markt kommen soll, ist allerdings noch unbekannt. Fisker will den Premium-Stromer Mitte nächsten Jahres offiziell vorzustellen.

Jaguar I-Pace Concept: Die Katze ist unter Strom

Jaguar I-Pace Concept: Schon 2017 soll das Serienfahrzeug der Studie fertig sein.

Wenn Jaguar eine Fahrzeugstudie auf einer Autoshow präsentiert, dann sind die Autos meist nahe am kommenden Serienwagen. Das wird vermutlich auch für den I-Pace Concept gelten. Und der ist nicht irgendein Modell der Briten, sondern deren erstes Elektroauto.

Die Optik des Wagens enthält Elemente des SUV F-Pace und des C-X 75, eines Sportwagens, der nur als Konzeptfahrzeug ohne Serienchancen konstruiert wurde. Das volldigitale Cockpit wirkt voll auf der Höhe der Zeit, viele Glasflächen sowie Leder verleihen dem Innenraum eine jaguartypisch hohe Anmutung. Während die äußeren Abmessungen denen eines Mittelklasse-SUV entsprechen, ist der Innenraum großzügiger und 530 Liter Kofferraumvolumen entsprechen Oberklasse-Niveau.

Jaguar verspricht eine Reichweite von 500 Kilometern und umgerechnet 400 PS Leistung. Dabei soll der Jaguar maximal 700 Newtonmeter Drehmoment entwickeln. So soll der Wagen aus dem Stand in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. Bereits im kommenden Jahr soll das Serienmodell folgen.

Lucid Atvus

Bei der Patentanmeldung des Atvus kam dieses erste Bild des Wagens zum Vorschein.

Seit 2014 arbeiten unter anderem zahlreiche Ex-Tesla-Ingenieure an dem E-Projekt. Das E-Auto ist so auch ganz klar als direkter Konkurrent zum Model S von Tesla ausgerichtet. Vorab war zur Studie Atvus kaum etwas bekannt.

Erst vor Kurzem tauchte das erste Bild einer viertürigen Fließhecklimousine auf. Erste offizielle Bilder zeigen Einzelsitze im Fond und eine volldigitale Anzeigentafel. Das Atvus-Dach ist aus Glas.

Über den Antrieb ist noch nichts bekannt. Medien mutmaßen über eine etwa 90 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, die eine Reichweite von 500 km ermöglichen soll. Die Systemleistung soll bei bis zu 883 Kilowatt bei etwa 1200 PS liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei über 300 km/h.

Mini bringt sein erstes Modell mit Plug-in-Hybrid

2009 gab es bereits einen E-Mini im Feldversuch – der still und heimlich eingestellt wurde. Nun präsentiert Mini ein Auto mit Plugin-Technologie.

Mini will auf der LA Auto Show seinen ersten eigenen Plug-in-Hybrid enthüllen. Acht Jahre nach der nur für Feldversuche gebauten Kleinserie des Mini E soll der Wagen laut Angaben von Markenchef Sebastian Mackensen in naher Zukunft in Serie gehen.

Der nächste Countryman ist technisch eng verwandt mit dem 2er Active Tourer, den die Muttermarke BMW bereits seit diesem Jahr als Plug-in-Hybrid anbietet. Dort kombinieren die Bayern einen Dreizylinder-Benziner mit 100 kW/136 PS an der Vorderachse mit einem E-Motor von 65 kW/88 PS an der Hinterachse und montieren unter dem Kofferraumboden einen Lithium-Ionen-Akku von 7,6 kWh. Der Mini wird wohl ähnliche Eckdaten aufweisen.

Demnach könnte er binnen 200 Minuten an einer Haushaltssteckdose vollgeladen werden und würde damit maximal 41 Kilometer rein elektrisch fahren können und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 125 km/h erreichen. Weil der E-Motor zudem den Verbrenner unterstützt, beschleunigt der zusammen 165 kW/224 PS starke 225xe in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit gibt BMW mit 202 km/h und den Normverbrauch mit 2,0 Litern (CO2-Ausstoß: 46 g/km) an.

VW Golf E

Den Golf gibt es in siebter Generation nun auch als E-Variante. Nun wurde er überarbeitet.

Mehr Reichweite: Etwa 300 Kilometer Reichweite soll der überarbeitete E-Golf in nunmehr siebter Generation schaffen. Noch 2016 soll er im Handel sein. Bisher ist nach maximal 190 Kilometern Schluss. Ein neuer Akku mit größerer Kapazität ermöglicht statt 24,2 Kilowattstunden nun 35,8 Kilowattstunden. So steigt die Leistung des Elektromotors von 115 PS auf 136 PS, der Stromverbrauch hingegen soll sinken.

Zum Vergleich: Der direkte Konkurrent BMW i3 fährt bis zu 312 Kilometer weit, der Nissan Leaf etwa 250 Kilometer, der Renault Zoe 240 Kilometer. Klassenübergreifend fahren Tesla-Modelle mit fast 500 Kilometern Reichweite am weitesten.


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