Grüne Welle: Das sagen unsere User

Durch eine intelligente Ampelsteuerung kann der Schadstoffausstoß reduziert werden.

Was bringt die grüne Welle? Unsere Experten sind sich sicher: Durch eine intelligente Ampelsteuerung kann der Ausstoß von Schadstoffen deutlich reduziert werden. Innerhalb unserer Facebook-Community gab es dazu reichlich Diskussionen. Für viele scheint das Thema mittlerweile ein rotes Tuch zu sein. 

 

Vor allem auf schlecht durchlüfteten Straßen mit viel Verkehr sind die Werte für Stickoxide und Rußpartikel oft zu hoch. Bei gleichmäßiger Fahrweise mit niedrigen Drehzahlen wird der optimale Betrieb eines Fahrzeugs erreicht. Jedes Anfahren, jede Beschleunigung gehen einher mit hohen Drehzahlen.

Die Folgen: mehr Lärm, mehr Schadstoffe, höherer Verbrauch. Durch eine intelligente Ampelsteuerung kann der Ausstoß von Schadstoffen also deutlich reduziert werden. Mehr Informationen zu den Vorteilen einer grünen Welle lest ihr hier.

Klar ist aber auch: Die grüne Welle ist kein Allheilmittel. Wenn zu viel Verkehr auf der Straße ist, kommt auch eine gute Ampelsteuerung an ihre Grenzen. Irgendwann ist die Kapazität der Straße erreicht.

Animation: So funktioniert die grüne Welle im Idealfall

In einer animierten Grafik stellten wir dar, wie die grüne Welle im Idealfall funktioniert. Auch diese sorgte wieder für Diskussionen.

Wie effektiv die grüne Welle in einer Stadt wirklich ist, muss lokal betrachtet werden. Welche Verkehrsart bei der Verkehrssteuerung priorisiert wird, ist eine politische Entscheidung. Viele Großstädte und Ballungsgebiete wollen mehr Verkehr auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verlagern. Dafür muss aber der ÖPNV attraktiver werden, wie wir in einer Umfrage ermittelt haben. Mehr Informationen zur ÖPNV-Umfrage gibt es hier.


Johannes
Johannes
Aufgewachsen in München, Studium in Passau. In der ADAC Online-Redaktion volontiert und gleich geblieben.

7 Kommentare

  1. Hansgeorg Scholz sagt:

    In Nürnberg auf der B4 von und nach Erlangen gibt es eine einigermaßen grüne Welle (tageszeitabhängig mal besser mal schlechter), wenn man sich an die erlaubten 70 km/h hält. Leider gibt es zu viele „Eilige“, die dann an der nächsten (roten) Ampel stehen und somit den Verkehrsfluss hindern. Zu wünschen wäre auch eine Einbindung der Fußgängerampeln. Und nachts könnten mehr kontaktgesteuert, also fahrzeugabhängig, schalten.

  2. Günter Brombach sagt:

    Guten Abend aus Löwendorf,

    in Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh/NRW) hat das Straßebauamt an der B 64 eine Ampel vor dem Ortseingang Clarholz (aus Richtung Warendorf kommend) positioniert, die bei Schaltung auf „Grün“ eine stoppfreie Durchfahrt für Clarholz (also alle Ampeln im Ort ebenfalls auf Grün) garantieren soll. Da ich diese Strecke oft fahre, kann ich das Fazit ziehen: Freie Durchfahrt bei Grün bei der Vor-Ort-Ampel ist mehr als ein Wunschdenken. Meistens bleibt man in der Ortsdurchfahrt Clarholz dann doch bei Rot an einer Ampel stehen. Manchmal bin ich bass erstaunt, dass es tatsächlich bei Grün klappt. Somit stellt die Ampel in vielen Fällen eine unnötige Umweltbelastung (Lärm, viele Autofahrer hupen, Abgase, mehr Spritverbrauch etc.) und ein überflüssiges Ärgernis dar.

    Grüße von ADAC-Mitglied
    Günter Brombach
    Löwendorf
    (Kreis Höxter)

  3. Erwin sagt:

    Es gibt schon eine grüne Welle, wenn es keine Busse gibt. Bei uns in Oldenburg benutzt jeder Busfahrer die Schaltung und macht dadurch jede vernünftige Ampel Schaltung zu nichte! Normalerweise soll diese Funktion bei grossem Verkehrsaufkommen benutzt werden oder liege ich da falsch?

  4. Pepplinkhuizen sagt:

    Warum gibt es in Deutschland kaum intelligente Ampeln? Die reagieren auf dem Verkehrsfluss. In Holland ist dies Gang und Gebe ,dort fliesst der Verkehr viel besser ! Zb.steht man dort nicht alleine an einem roten Ampel ,auch Nachts nicht ,man hat dann immer Grün. Es gibt viel weniger Feinstaubbelastung weil es weniger wartende Autos gibt. Gibt es eigentlich einen internationalen Erfahrungsaustausch unter den sogenannten Verkehrsexperten oder sind die dafür zu stolz bzw. stur ?

  5. Georgi sagt:

    Wie kann man selbstfahrende Autos bauen – aber eine intelligente Ampelregelung ist nicht möglich – nur eine Steuerung. In Gera ist eine grüne Welle im Stadtring – kommt ein Auto aus der Seitenstraße wird die betreffende Ampel sofort umgeschaltet – grüne Welle ade. Kommt keine Auto von der Seite – ist an der 4. Ampel rot wenn man 50 km/h fährt – damit man eine blaue Plakette glaubwürdig machen kann. Man will nur die kleinen Autofahrer abzocken – denn was machen Busse, Feuerwehr, Krankenwagen, Panzer und Flugzeuge und die mit Schweröl schwimmenden Kreuzfahrtschiffe? Man baut einen Verbrennungsmotor und will keine Abprodukte des Reaktionsprozesses? Also holt das Pferd und Kutsche raus. MfG

  6. D. Böhnert sagt:

    Die Städte stöhnen ob der Feinstaub und Abgasbelastung… Der Dumme ist der Autofahrer und speziell der mit einem Diesel-PKW!
    Dabei setzen Städte und Kommunen auf Fahrverbote und Aussperrung von „unsauberen“ Autos. Dieser Ansatz ist völlig daneben und zeugt nur von der Unwissenheit der Verantwortlichen.
    Die Lösung ist hingegen relativ einfach – aber für die Städte teuer: Völliger Umbau der Verkehrsregelungstechnik in bedarfsgerechte Schaltungen (grüne Welle) unter Einbeziehung aller Fußgängerampeln. Hier muss es auch einmal erlaubt sein dass Verkehrsteilnehmer an untergeordneten Straßen und Fußgänger 5 Minuten warten. An Bahnübergängen geht das ja auch…

    Schlüssel zu sauberen Städten ist die Ermöglichung des fließenden Verkehrs mit absolutem Vorrang der Hauptstraßen.

    Nur habe ich den Eindruck das dieses politisch gar nicht gewollt ist!
    Die Städte und Kommunen mit Rot-Grüner Regierung haben die größten Staubprobleme. Woher kommt das nur???

  7. florejean sagt:

    Fährt man auf der B3 durch 29303 Bergen / NI – viel befahrene Ausweichstrecke zu A7, so begegnen einem fünf Ampeln und eine Fußgängerampel. Durch eine geschickte Schaltung und intelligente Steuerung gelingt es den Verkehrsplanern, die durchschnittliche Verweildauer der Durchreisenden im Stadtzentum ein Vielfaches zu verlängern. Das Zusammenspiel von Grün für die Seiten~ und sofort Rot auf der Hauptstraße ermöglicht eienen zuverlässigen Stau am Friedensplatz mit Blick auf das malerische Ensemble aus Rathaus und Tourist-Info und verhindert so innerstädtische Raserei. Die Stadt Bergen bekommt zwar gerade sehr viel Geld für die städtische Entwicklung (nach Abzug der englischen Soldaten), aber für die Verkehrsplanung ist wohl weiterhin nicht da.

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