E-Autos werden bald deutlich günstiger

Strom "tanken" ist heute schon deutlich günstiger als Benzin oder Diesel zu tanken. Doch E-Autos sind häufig teuer in der Anschaffung - noch.

Der europäische Dachverband der Verbraucherschutzorganisationen BEUC (Bureau Européen des Unions de Consommateurs) kommt zum Ergebnis, dass die jährlichen Kosten für E-Autos bis 2024 deutlich sinken. Demnach werden sie dann so hoch sein wie bei vergleichbaren Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Das besagt eine aktuelle Studie.

Als Hauptgrund für den baldigen Rückgang der sogenannten Haltekosten von Elektroautos nennen die Verfasser der Studie die Anschaffungskosten, die in den kommenden Jahren sinken sollen. Denn die Rechnung sieht momentan so aus: Wer ein E-Auto kauft, zahlt in den ersten vier Jahren im Schnitt 2000 Euro mehr als für ein benzinbetriebenes Fahrzeug und 4000 Euro mehr als für ein Dieselauto – und das, obwohl bekanntlich Strom je Kilometer um ein vielfaches weniger kostet als die beiden Kraftstoffe.

E-Autos zum Schnäppchenpreis?

Als Grund, weshalb die Anschaffungskosten von E-Autos in den kommenden Jahren sinken werden, sieht das BEUC das Versprechen der Hersteller, in den kommenden zehn Jahren die Batteriekosten für E-Autos und damit deren Kaufpreis zu senken. Das Preisniveau werde sich so Diesel- und Benzinfahrzeugen annähern. Das wiederum mache viele E-Autos in Zukunft zu interessanten Schnäppchen. Denn schließlich sollten deren niedrige Betriebskosten wegen der günstigen Strompreise in kürzester Zeit zum Kaufargument werden – und zwar für die Mehrheit der Kaufinteressenten.

Auch der Gebrauchtwagemarkt spielt eine Rolle. Die Weiterverkaufspreise älterer E-Fahrzeuge sinken in den kommenden Jahren deutlich, weshalb sie für einkommensschwache Familien attraktiver werden – zumindest als Stadtfahrzeug. Elektromobilität wird also für eine immer größere Gruppe an Menschen erschwinglich, nicht nur für Besserverdienende, wie es derzeit vor allem bei attraktiven E-Autos mit hoher Reichweite der Fall ist.

Die genauen Ergebnisse der BEUC-Studie findet ihr hier.


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