Helfen mit Herz: Rücktransport aus Thailand
14. Februar 2017
Zukunftstest: Lkw-Verkehr mit Oberleitungen
15. Februar 2017
Alles anzeigen

Aus Lego entsteht ein kombinierter Wohn- und Arbeitsturm für eine Welt ohne Autos. Bei den Future Mobility Days im Nürnberger Eisenbahnmuseum drehte sich alles um die Fortbewegung von Morgen.

Was wäre, wenn es in schon in 15 Jahren keine privaten Autos mehr gäbe? Was wäre, wenn die Menschen nicht mehr allein in ihren Pkw, sondern gemeinsam unterwegs wären? Wie sieht der Verkehr im Jahr 2050 aus? Mobilität anders, weiter, kreativer denken – darum ging es bei den Future Mobility Days im Februar in Nürnberg.

Zu den Future Mobility Days kamen 300 Teilnehmer, um gemeinsam zu diskutieren und Neues zu entwickeln.

Ein Hauch von Revolution liegt in der Luft. Besonders, als einer der Gastredner, Prof. Andreas Knie aus Berlin, hart mit all den Beschränkungen ins Gericht geht, die seiner Ansicht nach den Fortschritt behindern: Unbewegliche Autokonzerne, fortschrittsfeindliche Bürger, Beamtenmentalität bei den Verkehrsverbünden, das starre Personenbeförderungsgesetz.

Gut 300 Teilnehmer sind ins Nürnberger Eisenbahnmuseum gekommen. Sie wollen diskutieren, ausprobieren, entwickeln. Gut achtzig Leute kommen zu einer Diskussionsrunde, um mit ADAC Mitarbeiter Ronald Winkler über die Mobilität auf dem Land, über Mitfahrbänke, Carsharing auf dem Dorf oder bessere Busverbindungen zu diskutieren.

Frei verfügbare Verkehrsdaten in einer vollständig digitalisierte Welt

Wer hat Angst vorm leeren Akku? Auch E-Mobilität war ein Thema bei den Future Mobility Days.

Alexey Valikov, ein bärtiger Informatiker, der bei einem Tochterunternehmen der Bahn arbeitet, plädiert leidenschaftlich für frei verfügbare Verkehrsdaten, erträumt sich eine vollständig digitalisierte Welt, in der Reiserouten ganz neu und auf den einzelnen Nutzer zugeschnitten entstehen könnten, wo Copyright-Beschränkungen nicht länger die Kreativität der Hacker einschränken. Weltverbesserer wie ihn gibt es einige bei dieser Veranstaltung.

Das zeigt sich auch am Nachmittag, als in Arbeitsgruppen die großen Fragen der Mobilität verhandelt Lösungen für die Welt von Morgen gesucht  werden. Überschall-Züge werden entworfen, die jeden Ort Europas in einer Stunde erreichen können. Aus Lego entsteht ein kombinierter Wohn- und Arbeitsturm für eine Welt ohne Autos. Eine Gruppe erdenkt eine digitalisierte Welt, in der sich alles per Pantomime steuern lässt.

Näher an der Realität sind die Apps, die Programmierer unter den Gästen der Future Mobility Days binnen zwanzig Stunden entwickeln – zum Beispiel eine Umkreis-Haltestell- und Abfahrtszeiten-Suche für Bus und Bahn. Jede Revolution beginnt mit dem ersten Schritt.

Quelle: Thomas Paulsen, ADAC Motorwelt


Teile diesen Beitrag. Bei Klick baut der Browser eine direkte Verbindung zu den Servern von Facebook, Twitter oder Google auf.
Katharina
Katharina
PR Referentin, Digitale Kommunikation (DKO)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.