Das Kap-Finale

Rundstrecke: In engen Spitzkehren führt die Straße vom Dalsnibba-Massiv hinunter zum Djupvatnet-See, der auf etwa 1000 Metern Höhe liegt.

Vor 25 Jahren ist unser Autor bei seinem Versuch, mit dem Fahrrad zum Nordkap zu fahren, gescheitert. Nun wollte er das Kap, das Sehnsuchtsziel vieler Menschen, endlich bezwingen – auf einem Motorrad. Eine Tour, die nur eine Himmelsrichtung kennt.

Mein Traum von einer Nordkap-Bezwingung zerbrach im August 1991, etwa 50 Kilometer nördlich des Polarkreises, in einer schäbigen Tankstelle bei einer Flasche lappländischem Fusel und einer Folge „Schimanski“ mit finnischen Untertiteln. Der Kater nach dem Selbstgebrannten war nach einem Tag vergessen – das erbärmliche Gefühl, im Sommer ’91 rund 700 Kilometer vor dem Ziel gescheitert zu sein, blieb. Irgendwie war da immer noch diese offene Rechnung mit dem magischen Felsen hoch oben am Eismeer. Seit 25 Jahren. Und mir war klar, dass ich die Sache irgendwann für mich entscheiden würde.

Es ließe sich gar viel über das Älterwerden sagen. Wenig Gutes, wie die meisten von uns wissen: der Rücken, die Knie, die Hüfte oder das Haupthaar, das sich auf dem Rückzug befindet, während sich der Bauch ausbreitet. Aber: Wir werden dabei auch gescheiter – oder gewiefter. Der Versuch, vor 25 Jahren zusammen mit einem Schulfreund auf dem Rad zum Nordkap zu fahren, war im Alter von 24 Jahren durchaus angebracht. Mit Ende 40 ist die Fortbewegung auf einem Zweirad noch immer kein Ding – nur sollte das Gefährt eben 1200 Kubik, 139 PS, Sitzheizung und einen Tempomaten haben. Das ist Altersweisheit in Reinform.

ADAC Reisemagazin Norwegen

Schnell Richtung Nordkap

Gleichwohl ist eine solche Tour nicht weniger ambitioniert als seinerzeit mit den Mountainbikes: von München zum Nordkap und wieder zurück in maximal 16 Tagen. Die Hinreise über Dänemark und Schweden, die Rückfahrt über Finnland und Schweden – zusammen rund 8500 Kilometer. Der Plan: in Deutschland, Dänemark und Schweden sowie auf dem Rückweg Tag für Tag das Maximum an Strecke machen, damit wir in Norwegen möglichst viel Zeit haben.

Und der Plan geht auf. Nach zweieinhalb Tagen stehen wir vor der „Flamingo-Bar“ in Lillehammer, dem Club aus der Mafiaserie „Lilyhammer“. Der Kilometerzähler ist längst über die 2000er-Marke gesprungen. Derek, unser Mann aus Manchester, nörgelt, weil wir an den schönsten Seen und Flüssen vorbeigefahren waren, ohne auch nur ein Foto zu schießen. Er ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass all dies bislang nicht mehr als die schlaffe, uninspirierte Ouvertüre zur ganz großen Oper war, die uns am vierten Tag zwischen Lom in der Provinz Oppland und der Atlantikküste oberhalb von Molde erwarten sollte …

Die ganze Geschichte lest ihr im ADAC Reisemagazin Norwegen ab Seite 26. Im Magazin findet ihr außerdem noch weitere Reportagen sowie viele Tipps und Informationen zum Land. Es ist erhältlich in den ADAC Geschäftsstellen, im Handel, im ADAC Shop und als ADAC Reisemagazin-App im Apple Store sowie im Google Play Store.

Katharina
Katharina
PR Referentin, Digitale Kommunikation (DKO)

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