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Comeback der BMW Isetta als Elektroauto!

Die „Knutschkugel“ als Elektro-Version auf dem Genfer Autosalon.

Die gute, alte BMW Isetta kommt wohl als Elektroauto wieder. Unter dem Namen Microlino hatte der Schweizer Tretroller-Hersteller Micro Mobility Systems bereits auf Automobilmessen für Aufsehen gesorgt. Kürzlich wurde das Elektromobil auch während der Hannover Messe 2017 gezeigt. Fast 3000 Interessenten haben den Microlino bereits bestellt.

Unter dem Spitznamen Knutschkugel war die Isetta in den 50er-Jahren ein BMW-Bestseller. Nun schreitet die Serienentwicklung einer neuen E-Version voran. Ende 2017 sollen Käufer erste Exemplare des Kleinstwagens erwerben können – das zumindest ist der ehrgeizige Plan des Herstellers Micro Mobility Systems.

Auch auf der weltweit größten Industrie-Ausstellung, der Hannover Messe, präsentierte der Schweizer Hersteller Ende April nun seinen Prototyp Microlino und hatte Neuigkeiten dabei: Bislang haben 2900 Interessenten den elektrischen Kabinenroller bestellt. „Wir rechnen mit 5000 Bestellungen bis Jahresende“, sagte Oliver Ouboter, der diese Neuauflage der BMW Isetta gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder entworfen hat.

Knutschkugel unter Strom – eine Erfolgsgeschichte?

Wo der Microlino gebaut wird, steht offenbar auch schon fest. Er soll beim italienischen Elektroauto-Spezialisten Tazzari in Serie hergestellt werden. Ouboter und seine Kollegen haben bereits bei BMW wegen der Design-Rechte angefragt. „Die haben uns recht viel Glück gewünscht bei unserem Projekt“, sagte Ouboter.

So wie das Rollermobil Isetta in den 50er-Jahren zur Massenmobilisierung beitrug, soll der Microlino nach der Vorstellung der 03Hersteller bald auch dem elektrischen Fahren zum Durchbruch verhelfen – und zwar als Leichtgewicht. Ohne Akkus wiegt das Elektromobil nur 400 Kilogramm. Der Zweisitzer wird den Schweizern zufolge mit einem 15 Kilowatt starken Elektromotor ausgestattet sein und eine Geschwindigkeit von etwa 100 km/h erreichen. Die Reichweite soll etwa 100 Kilometer betragen. Der Preis der elektrischen Isetta liegt laut Hersteller knapp unter 10.000 Euro.

Isetta rettete BMW aus der Krise

Die Isetta spielte eine wichtige Rolle für BMW. Sie hatte den Münchner Konzern Mitte der 50er-Jahre aus der Krise gerettet. Die bayrischen Motorenwerke waren in finanzielle Schwierigkeiten geraten und griffen auf eine italienische Konstruktion namens „Iso-Isetta“ zurück, die man nach Abschluss eines Lizenzvertrags optimierte. Der Erfolg dieser bayrischen Version verschaffte BMW die dringend benötigten finanziellen Mittel, um neue Modelle zu entwickeln, die den Grundstein für den Aufstieg des Autobauers legten.

Mit Material von dpa


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3 Comments

  1. Anonymous sagt:

    Gibt es dafür auch 4000€ Prämie?

    • ADAC ADAC sagt:

      Hallo Anonymous, der Erwerb eines Microlino wird mit der Kaufprämie für E-Autos in Höhe von 4.000 Euro unterstützt. Viele Grüße.

  2. Oliver sagt:

    Es ist offensichtlich, dass mit diesem Gefährt die 2017 geforderten Sicherheitsstandards nicht erfüllt werden können. Frontal-Crash = tot. Insofern eine nette Geschichte, bei der die 3000 Interessenten allenfalls ein Fahrzeug für Nutzung außerhalb der öffentlichen Straßen bekommen werden – für den eigenen Golfplatz oder den Supermarktparkplatz.

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