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Carsharing-Tipps: Rechte und Pflichten

Beim Carsharing gibt es einiges zu beachten. ADAC Juristen beantworten die häufigsten Fragen.

Immer mehr Anbieter stellen Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung. Die angebotenen Systeme und Leistungen unterscheiden sich teilweise sehr voneinander. Unsere ADAC Juristen haben euch Carsharing-Tipps zusammengefasst und erklären, welche Rechte und Pflichten ihr als Nutzer habt.

  • Wer muss den Strafzettel bezahlen, wenn das Auto nicht ordnungsgemäß abgestellt wurde?

Derjenige, dem die jeweilige Ordnungswidrigkeit zugeordnet werden kann, wird der zuständigen Ordnungsbehörde als Fahrer benannt und von dieser kontaktiert. Durch das Ein- und Ausloggen bei jeder Fahrt kann der Anbieter den Schuldigen recht einfach ausfindig machen. Achtung: In den meisten Fällen folgt auf das Knöllchen noch eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr des Carsharing-Anbieters. Eine genaue Übersicht dazu findet ihr hier.

  • Wer haftet, wenn das Carsharing-Auto ordnungsgemäß geparkt und dann von Dritten beschädigt wurde?

Grundsätzlich haftet der Kunde nur für Schäden, die er selbst verursacht hat. Bei Carsharing-Pools ist es üblich, dass Fahrzeuge an öffentlich zugänglichen Stellen abgestellt werden. Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Schaden am Carsharing-Auto außerhalb der Mietzeit durch Einwirkungen Dritter entstanden ist, muss der Kunde dafür nicht aufkommen. Der Carsharing-Anbieter muss dem Kunden nachweisen, dass die Schadensursache allein aus dem Verantwortungsbereich des Kunden herrührt.

  • Wie verhalte ich mich richtig, wenn das Carsharing-Auto an der angegebenen Stelle nicht aufzufinden ist?

Ist ein Fahrzeug an der angegebenen Stelle nicht auffindbar, sollte sich der Carsharing-Nutzer umgehend mit dem Carsharing-Anbieter in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen absprechen. Der Carsharer ist nicht aufgrund der Reservierung automatisch in der Haftung.

Carsharing-Tipps für Nutzer

  • Erkundige dich im Vorfeld über die Preise, sonstige Gebühren und mögliche Extrakosten.
  • Kontrolliere das Fahrzeug vor der Fahrt sorgfältig auf Schäden und Mängel. Diese müssen dem Anbieter meist direkt gemeldet oder in ein Handbuch im Auto eingetragen werden.
  • Checke außerdem, ob alle wichtigen Dokumente (Tankkarte, Parkkarte, Parkausweis, etc.) im Auto vorhanden sind.
  • Kläre die Tankregelung im Vorfeld. Häufig gibt es Tankkarten für die Nutzer. Manche Carsharing-Anbieter betanken ihre Wagen selbst und räumen den Mietern Freiminuten ein, wenn sie es dennoch tun.
  • Prüfe den Versicherungsschutz.
  • Melde dem Anbieter einen Unfall unverzüglich und spreche mit ihm das weitere Vorgehen ab. Unterschreibe kein Schuldanerkenntnis und notiere dir die Anschriften der Unfallbeteiligten und anwesenden Zeugen sowie die Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge.
  • Informiere dich außerdem, ob es Grenzen hinsichtlich der maximalen Kilometeranzahl gibt, an die du dich halten musst. Bei Überschreitung dieser Grenze können gegebenenfalls Zusatzkosten anfallen.

Wenn ihr noch weitere rechtliche Fragen zum Thema Carsharing habt, schreibt uns diese in die Kommentare.


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Sophia
Sophia
Studium in Ansbach. Volontärin Digitale Kommunikation.

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