Carsharing Sonderstellplätze?

Durch Sonder-Stellplätze soll Carsharing in Zukunft noch attraktiver werden.

Carsharing wird immer beliebterAnfang 2017 waren mehr als 1,7 Millionen Menschen in Deutschland registriert. Carsharing Sonderstellplätze sollen das Angebot noch attraktiver machen.

Mit einem Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat sich das Wachstum von Carsharing deutlich beschleunigt, wie aus neuesten Zahlen des Bundesverbandes Carsharing hervorgeht. Die meisten Kunden meldeten sich bei stationsunabhängigen Anbietern an. Hier ist die Ausleihe und Rückgabe an beliebigen Orten innerhalb des Geschäftsgebietes möglich. Die Zahl der Registrierungen stieg hierbei um mehr als die Hälfte auf knapp 1,3 Millionen an. Dieses Angebot ist allerdings nur in zwölf Großstädten vorhanden. Stationsbasierte Carsharing Angebote sind dagegen in knapp 600 Orten verfügbar, 60 mehr als im Vorjahr.

Carsharing soll in den kommenden Jahren noch attraktiver werden, um in Innenstädten die Zahl der Privat-Pkw mittelfristig spürbar reduzieren zu können. Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwurf will mit Sonderstellplätzen noch mehr Anreize für Carsharing Nutzer schaffen.

ADAC für Carsharing Sonderstellplätze

Carsharing-Anbieter und -Nutzer wollen Sonderrechte beim Parken erhalten. Mit dem Carsharing Gesetz will die Bundesregierung verschiedene Varianten fördern. Ziel ist es den motorisierten Verkehr zu verringern und damit dem Klima- und Umweltschutz zu dienen.

Insgesamt befürwortet der ADAC, dass Kommunen Carsharing Stellplätze einrichten können. Eine umfangreiche Evaluation soll die Auswirkungen des Gesetzes analysieren und dabei die Effekte auf den Verkehr überprüfen. Damit sich die Parksituation allerdings nicht noch weiter verschärft, sollten die Kommunen sparsam mit den Sonderstellplätzen umgehen.

Umweltverbund als Lösung der Verkehrsprobleme?

Für viele liegt die Lösung der Verkehrsprobleme in den Innenstädten in einer Stärkung des sogenannten Umweltverbundes, bestehend aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr. Carsharing könnte darin in Zukunft eine deutlich größere Rolle einnehmen. 

Mit Material von dpa


1 Kommentar

  1. Patrick sagt:

    Wie ich schon beim anderen Beitrag zum Thema Falschparken schrieb (http://adac-blog.de/problem-falschparker-bei-carsharing/#comment-1046), finde ich weitere Parkplätze für Carsharer unsinnig und kontraproduktiv. Fast alle meine Bekannten, die Carsharing nutzen („Free-Floater“-Anbieter), fahren damit vermehrt zum Spass in der Gegend herum. Dann wird halt mal an den Rand der Stadt gefahren, wohin man auch mit der S-Bahn und 5 Minuten zu Fuß gelangen könnte, das Ganze ist aber nicht notwendig. Oder auch innerhalt der Stadt wird viel parallel zu Tram, Bus & Co. gefahren. Die Leute fahren einfach mehr, weil es bequemer ist und weil die kleinen Beträge nicht direkt weh tun. Ein eigenes Auto kostet regelmäßig im Monat und die Anschaffung ist immer eine Hürde.
    Eigentlich finde ich Carsharing super, leider nutzen viele Leute diese Angebote anders, als im Konzept gedacht. Die Anbieter freut das natürlich und sie wollen mit Lobbyarbeit weitere Gewinne durch mehr Parkplätze und damit mehr Komfort für die eigenen Kunden erhalten. Verkehrstechnisch sinnvoll ist das aber mit den Free-Floatern eher nicht. Studien haben ja auch gezeigt, dass die stationsbasierten Angebote sinnvoller genutzt werden und es dann echte Entlastungen gibt.

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