Oben ohne: Alles rund ums Cabrio

Die Tage, an denen man in Deutschland Cabrio fahren kann, sind rar gesät. Umso mehr sollte man einige Tipps berücksichtigen, um die Sonne am Lenkrad in vollen Zügen zu genießen.

Sommer, Sonne, endlich oben ohne: Wer ein Cabrio fährt, sollte einige Tipps berücksichtigen, um lange sicher und unbeschwert Spaß mit dem Fahrzeug zu haben. Unsere Tipps für Cabriofahrer.

Die Schönheit von Cabrios ist die eine Sache – und liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters. Viel wichtiger ist jedoch die Sicherheit. Bei einem Überschlag ist das Verletzungsrisiko in einem Cabrio bauartbedingt höher als in einem herkömmlichen Pkw. Daher ist es umso wichtiger, dass die sensiblen Bereiche der Karosserie gezielt und effektiv verstärkt werden. Schutzmechanismen wie Überrollschutzsysteme, Gurtstraffer und Airbags sind deshalb besonders wichtig. Insbesondere das schnelle und auf die Unfallsituation abgestimmte Auslösen und Steuern der Gurtstraffer ist entscheidend, damit die Insassen in den Sitzen gehalten werden.

Bei unserem Cabrio-Test aus dem Jahr 2014 haben wir vier Mittelklasse-Cabriolets unter die Lupe genommen – mit durchwachsenen Ergebnissen. Informiert euch vor dem Kauf über sicherheitsrelevante Aspekte.

Testlauf für das Dach

Wer sein Cabrio zum ersten Mal nach langer Standzeit aus der Garage holt, sollte vor der Fahrt das Dach öffnen und schließen, egal ob es manuell zu bedienen ist oder automatisch. Eventuell funktionieren die Verschlussmechanismen nicht, zum Beispiel wegen Rost oder fehlender Schmierung. Manchmal reicht bereits ein Tropfen Schmieröl, um das Problem zu beheben. In jedem Fall solltet ihr vermeiden, dass euer Dach während der Spritztour hängenbleibt, wenn ihr es öffnen oder schließen wollt.

Ihr wollt ein Cabrio kaufen? In unserer Datenbank könnt ihr euch über Betriebskosten, Wertverlust, Reparaturkosten und Verschleiß informieren.

Cabriodach: Auf die Pflege kommt es an

Ein Cabriodach besteht meist aus Kunststoff. Daher ist es im Vergleich zu herkömmlichen Autodächern langfristig anfälliger für Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit. Wer sein Cabrioverdeck regelmäßig pflegt, verlängert die Lebensdauer. Ein gut gepflegtes Verdeck sollte etwa zehn Jahre lang halten.

Das Faltdach solltet ihr nie im feuchten oder stark verschmutzten Zustand zusammenfalten. Schmutz kann das Dach beschädigen. Besonders aggressiv sind Vogelkot, Baumharze und Ausscheidungen von Insekten. Wenn ihr sie jedoch rasch mit einem feuchten Schwamm entfernt, vermeidet ihr mit wenig Aufwand mögliche Schäden.

Informiert euch beim Hersteller oder im Handbuch, ob ihr mit eurem Verdeck durch die automatische Waschanlage fahren dürft. Eine Faustregel: Kunststoffverdecke sind meist dafür geeignet und tragen keinen Schaden davon. Allerdings solltet ihr nie einen Hochdruckstrahler auf das Verdeck richten.

Pflegemittel, spezielle Verdeckreiniger, Scheibenpflege: Mehr Details zur Dachpflege findet ihr hier.

Sicherheit bei Blitzeinschlag und Unwettern

Ein Horrorszenario: Das Dach ist offen, es regnet und donnert und ein Blitz schlägt ein. Kann das gefährlich sein?

Bei geschlossenem Dach befindet ihr euch in einem Faradayschen Käfig

Bei Regen und Donner solltet ihr so schnell wie möglich das Dach schließen. Denn bei geschlossenem Verdeck schützt der sogenannte Faradaysche Käfig die Passagiere vor einem Blitzeinschlag, wie auch in herkömmlichen Pkw: In fast jeder Verdeck-Konstruktion gibt es zur Querversteifung sogenannte Spriegel, also Stangen aus Metall. Auch Windschutzscheibenrahmen, Überrollbügel und Verdeck-Mechanik wirken hier unterstützend. Sie leiten einen Blitzeinschlag über Karosserie und Reifen zum Boden ab.

Rechtliche Aspekte

Bei geschlossenem Cabrioverdeck gilt: Wer mindestens eine Kfz-Teilkaskoversicherung hat, kann davon ausgehen, dass versicherte Schäden ersetzt werden, die zum Beispiel unmittelbar durch einen Einbruch entstehen. So sind fest eingebaute Gegenstände im Kfz versichert, wie etwa das Autoradio. Klaut der Dieb jedoch die Handtasche auf dem Beifahrersitz, muss die Kfz-Versicherung den Schaden in der Regel nicht ersetzen.

Bei offenem Verdeck kommt es auf den Einzelfall an: Bei kurzen Parkzeiten muss das Verdeck nicht zwingend geschlossen werden. Um den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten, reicht es bei einer kurzen Parkdauer aus, alle Fenster zu schließen. Außerdem müsst ihr die Türen und das Handschuhfach verriegeln. So schließt ihr den Vorwurf eines grob fahrlässigen Verhaltens aus.

Wenn ihr euer Cabrio jedoch mehrere Nächte mit offenem Verdeck auf einem einsamen Waldparkplatz stehen lasst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eure Kfz-Versicherung bei einem Fahrzeugdiebstahl den entstandenen Schaden nur eingeschränkt oder gar nicht ersetzt.


1 Kommentar

  1. Anonymous sagt:

    Ein sehr schwacher Artikel.
    Größe Ankündigung, dann aber viel geschwafel über Dinge die man durch die Überschrift im Text wirklich
    beim besten Willen nicht vermutet hat und ist enttäuscht, weil nach wie vor wichtigere aber notwendige
    Hinweise fehlen.

    Ein Cabriofahrer mit über 25 jährigriger Cabrioerfahrung und einigen div. Cabrios.

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