BMW plant E-Modelloffensive

Elektro-Motorrad: Diese Konzeptstudie von BMW soll unfallfreies Fahren ermöglichen. Und die Bayern haben noch weitere E-Ideen.

Erst eine E-Motorradstudie, dann der Mini als Plug-In-Hybrid und jetzt das geplante Engagement in der Formel E in 2018: BMW treibt seine Pläne im Bereich Elektromobilität voran. Doch Gerüchten zufolge sollen die Münchner in den kommenden Jahren noch weit intensiver ins automobile E-Business einsteigen.

Eine Million E-Autos in Deutschland bis zum Jahr 2020: Das Mantra von Kanzlerin Merkel ist wohlbekannt – und stark bezweifelt. Doch auch BMW hat ein klares Ziel im Bereich Elektromobiliät vor Augen. Die Bayern wollen im selben Jahr 400.000 Elektrofahrzeuge produzieren.

Um das zu erreichen, müssen neue BMW-Modelle auf den Markt. Im Fachmagazin automobilemag.com spekuliert der meist gut informierte Georg Kacher darüber, welche Fahrzeuge den Bayern helfen könnten, um ihr ambitioniertes Ziel zu erreichen.

Diese Modelle sind möglich

Der kommende BMW X3 soll ab 2018 auf dem Markt sein. Das neue Modell des Kompakt-SUV soll in einer speziell für den chinesischen Markt produzierten E-Variante mit 225 kW Leistung und einer Battterie mit 70 kWh erscheinen.

Kommt der Dreier auch als reines E-Fahrzeug? Kacher sagt ja, doch der Experte berichtet, dass die Münchner noch unsicher hinsichtlich des Erscheinungszeitpunkts seien – zwischen 2019 und 2022 sei alles möglich. Klar ist: 2018 soll das Model 3 von Tesla erscheinen. 35.000 US-Dollar müssen die Kunden dafür in jedem Fall ausgeben. Es ist allerdings offen, ob BMW den altgedienten Dreier in ein ähnlich begehrenswertes Device verwandeln kann. Dabei helfen sollen zwei verschiedene Varianten des Dreiers: ein Allradler mit bis zu 300 kW Leistung und eine Version mit Hinterradantrieb (235 kW). Die Reichweite soll zwischen etwa 400 und 500 Kilometern liegen.

Diese Werte verspricht Tesla eine Fahrzeugklasse höher schon jetzt im Model S. BMW will Kacher zufolge dem Luxus-Sport-Tesla einen Konkurrenten entgegensetzen. Er könnte i5 oder i6 heißen, soll ähnlich coupéhaft-elegant aussehen wie das Model S und es mit etwa 500 bis 600 Kilometern Reichweite in dieser Hinsicht übertrumpfen.

Der i8 Spyder soll ab 2018 bei den Händlern erhältlich sein.

Definitiv kommt bald der i8 Spyder auf den Markt: BMW-Chef Harald Krüger verriet vor wenigen Tagen auf einer Bilanzpressekonferenz, dass der offene E-Renner 2018 bei den Händlern stehen werde. Neu gegenüber der geschlossenen Variante: leistungsfähigeren Batterien, höhere Reichweite, mehr Systemleistung und ein überholtes Cockpit. Die wichtigsten Infos jedoch fehlen noch: Preise und technische Daten verrät BMW noch nicht.

BMW-Tochter Mini baut nun einen Plug-in-Hybrid. Nach der nur für Feldversuche gebauten Kleinserie des Mini E das erste offizielle Mini-Modell, das auch elektrisch fahren kann.

Außerdem zeigte BMW jüngst eine Motorrad-Studie, die elektrisch fährt, unfallfrei zudem und auch weitgehend digital: die „Vision Next100“. Sie soll einen Ausblick darauf geben, wie das Motorrad in zwei bis drei Jahrzehnten aussehen wird.

BMW engagiert sich zudem auch bald verstärkt in der Elektro-Rennserie Formel E, für 2018 ist ein eigenes Team geplant. BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine „Kompetenz in der Elektromobilität“ beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt der Nachrichtenagentur dpa sagte.


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