Bikesharing: Auch das Kleingedruckte lesen

In Deutschland gibt es rund 80 Fahrradverleihsysteme. Call a Bike (Deutsche Bahn) ist in allen größeren Städten verfügbar.

Ob kleines Start-up oder großer Fahrradverleiher: Möglichkeiten ein Rad zu leihen gibt es viele. Doch die Bedingungen der Bikesharing-Anbieter unterscheiden sich zum Teil stark. Unsere Checkliste verrät, worauf ihr achten müsst.

Bikesharing in Städten erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Für rund zwölf Euro pro Tag sind die Fahrräder an vielen Standorten zu haben. Es gibt rund 80 Fahrradverleihsysteme in Deutschland. Die größten Anbieter Call a Bike (Deutsche Bahn) und Nextbike sind in allen größeren Städten vertreten. Auch private Verleihsysteme drängen mit alternativen Geschäftsmodellen auf den Markt. Bei Bikesurfing Berlin können Nutzer beispielsweise kostenlos und auf Vertrauensbasis einzelne Fahrräder ausleihen. Sie wurden gespendet oder in Polizeiauktionen günstig ersteigert. Beim Start-up Airdonkey werden Räder von Privatpersonen verliehen.

Wer haftet bei Schäden?

Ob von Start-ups oder Großanbietern: Für Schäden an den Fahrrädern, Strafzettel oder einen Diebstahl während der Leihzeit haftet meist der Mieter. Inwieweit die Anbieter dem Nutzer im Schadenfall entgegenkommen, unterscheidet sich dabei stark. Nutzer sollten die Vertragsbedingungen genau prüfen.

Entdeckt beispielsweise ein Call-a-Bike-Nutzer einen Schaden am Rad, kann er per App oder Kundendiensthotline den Mangel melden. Bei Airdonkey dagegen bleiben dem Nutzer zu Beginn der Leihdauer nur 15 Minuten Zeit, um Mängel und Schäden zu melden. Alle Mängel, die später auffallen, müssen komplett vom aktuellen Mieter getragen werden.

Darauf solltet ihr beim Bikesharing achten:

  • Zuerst solltet ihr den persönlichen Versicherungsschutz prüfen, da bei den meisten Betreibern keine automatische Haftpflichtversicherung besteht.
  • Vor der ersten Nutzung solltet ihr euch online registrieren, euch mit den wichtigsten Funktionen und Nutzungsbedingungen vertraut machen und vergewissern, dass alle Zugangsbedingungen erfüllt sind. Bei einigen Anbietern ist beispielsweise nur eine Registrierung mit Kreditkarte möglich.
  • Für den Notfall solltet ihr immer die Nummer des Anbieters parat haben.
  • Informiert euch am besten vor Leihbeginn, was im Falle einer Beschädigung, eines Diebstahls oder Unfalls zu tun ist.
  • Vor der kostenpflichtigen Nutzung solltet ihr alle wesentlichen Funktionen des Bikes checken und den Reifendruck sowie die Verstellbarkeit des Sattels überprüfen.
  • Bei der Fahrradrückgabe solltet ihr auf eine entsprechende Bestätigung achten und die abgebuchten Beträge möglichst zeitnah kontrollieren.

Seid ihr lieber mit dem eigenen Fahrrad unterwegs? So macht ihr euer Rad frühlingsfit.


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