Vernetzungs-ABC

Die Mobilität der Zukunft ist vernetzt und zunehmend digitalisiert. Der ADAC fördert diese aktuelle Transformation.

Der Verkehr steckt mitten in der digitalen Revolution. Begriffe wie „Connected Car“ oder „Vernetzte Mobilität“ gehören heute zur Alltagssprache. Unser Vernetzungs-ABC erklärt euch die wichtigsten Begriffe. 

Neue technologische Möglichkeiten werden Verkehrsteilnehmer, Verkehrsmittel und die Infrastruktur zunehmend intelligent miteinander verknüpfen. Die „Vernetzte Mobilität“ fasst als Ausdruck diese verschiedenen Technologien, Strukturen und Lösungen zusammen. Folgende Begriffe werden häufig im Zusammenhang mit diesem Themengebiet verwendet.

Automatisierungsgrad

Im Bereich Mobilität geht es um die Stufen der Automatisierung eines Fahrzeugs. Diese reichen aktuell von 0 bis 5. Während bei einem geringen Automatisierungsgrad der Fahrer alle Fahraufgaben übernimmt, führt bei einem hohen Automatisierungsgrad das System fast alle Fahrfunktionen aus. Der Fahrer muss diese nur noch überwachen oder ist bei einer Vollautomatisierung gar nicht mehr ins Fahren involviert. Die fünf Stufen des automatisierten Fahrens beschreiben, wie der Fahrer in fünf Stufen die Verantwortung an das Auto abgibt.

Automatisiertes/Autonomes Fahren

Beim automatisierten Fahren bewegt sich das Fahrzeug computergesteuert autonom. Das Fahrzeug navigiert ohne menschliche Unterstützung durch den Straßenverkehr. Solche Fahrzeuge können mithilfe verschiedener Sensoren ihre Umgebung wahrnehmen und aus den Informationen ihre Position bestimmen, ein Ziel ansteuern und Kollisionen auf dem Weg vermeiden. So funktioniert das automatisierte Auto.

Autopilot

Ein Autopilot ist eine automatische Steuerungsanlage, die ein Fahrzeug automatisch lenken kann (aber nicht muss). Wenn der Autopilot eingeschaltet ist, muss der Fahrer nicht mehr in die Steuerung eingreifen.

Bikesharing

Bikesharing ist ein urbanes öffentliches Fahrradverleihsystem. Diese Fahrradvermietung wird von Unternehmen oder Kommunen zur Verfügung gestellt. Die Idee: Eine günstige und einfache Transportmöglichkeit per Fahrrad zu bieten. Nutzer zahlen dafür entweder einen Nutzungs- oder Abobeitrag per Smartphone-App und müssen sich nicht um die Wartung kümmern. Mehr dazu: Bikesharing: Auch das Kleingedruckte lesen

Carsharing

Autoteilen oder Gemeinschaftsauto: Carsharing ist die organisierte, gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen, die jederzeit gebucht und eigenständig zurückgegeben werden können. Diese werden von privaten Unternehmen und / oder Kommunen zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeugnutzung wird nach einem Zeit- und/oder Kilometertarif inklusive fahrleistungsabhängiger Betriebskosten berechnet. Mehr dazu: Carsharing-Tipps: Rechte und Pflichten

Car-to-Car-Kommunikation (C2C)

Dabei geht es um die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander. In Sekundenbruchteilen werden Autos durch vorausfahrende Fahrzeuge vor Glatteis, Aquaplaning oder sonstigen Gefahren gewarnt. So haben die Fahrer frühzeitig wichtige Informationen und können entsprechend reagieren. Dieser Datentransfer basiert auf Sensorik, einer Technik, die beispielsweise optische oder akustische Signale aufnimmt und in elektrische Signale umwandelt.

Car-to-Infrastructure-Kommunikation (C2I)

Bei dieser Form der Kommunikation werden Daten zwischen dem Fahrzeug und der Infrastruktur ausgetauscht. Bei den Infrastrukturkomponenten kann es sich um intelligente Verkehrszeichen handeln, um Funkknoten, über die eine Kommunikation zum Internet, zu Infotainmentplattformen oder zum Autohersteller aufgebaut werden kann.

Car-to-X-Kommunikation (C2X)

Car-to-X-Kommunikation bedeutet, dass ein Fahrzeug sowohl mit anderen Fahrzeugen als auch externen Diensten kommunizieren kann. Das Auto ist dabei Sender und Empfänger zugleich. Dieses System ist derzeit noch nicht einsatzbereit und befindet sich in der Forschungsphase.

Connected Car

Das Auto ist in der Lage sich intern und extern zu vernetzen. Die interne Vernetzung findet dabei zwischen verschiedenen Fahrzeugsystemen statt. Die externe Vernetzung wäre beispielsweise die Verbindung zum Internet. Mehr dazu: Connected Car: Fluch oder Segen?

Data Floating/Floating Car Data (FCD)

Darunter versteht man ein System mit Daten, die aus dem Fahrzeug heraus generiert werden. Das System umfasst sowohl Daten über den Zustand des Fahrens als auch den Ort des Parkens. Ein Datensatz beinhaltet zumindest den Zeitstempel sowie die aktuellen Ortskoordinaten. Durch den Einsatz des Floating-Car-Data-Verfahrens werden Autos zu mobilen Sensoren oder zu Softwareagenten. Extended Floating Car Data (XFCD) ist die Erweiterung der FCD. Hier werden zusätzliche Daten aller Fahrassistenzsysteme berücksichtigt. So kann ein Autofahrer im besten Fall vor Gefahren im Straßenverkehr gewarnt werden.

Datensicherheit/Datenschutz

Mehr dazu: Welche Daten sammelt das Auto? und Datenrisiko vernetztes Fahren?

(Fahrer)assistenzsysteme

Damit sind elektronische Zusatzeinrichtungen in Fahrzeugen gemeint, die den Fahrer unterstützen sollen. Dazu gehören beispielsweise Funktionen wie Cruise Control (Abstandsregler) oder ABS. Diese Assistenten machen das Fahren sicherer.

free-floating

Der Ausdruck „free-floating“ oder stationsunabhängig wird oft im Zusammenhang mit Carsharing oder Bikesharing genutzt. Beim Free-Floating-Modell steht das Fahrzeug dort, wo es der vorherige Kunde abgestellt hat. Neue Nutzer orten verfügbare Autos per Smartphone-App.
Im Gegensatz dazu sind die stationsabhängigen Angebote ortsgebunden. Bei einem stationsbasierten Angebot wird das Auto an einer Station in der Nähe abgeholt und genau dort auch wieder abgegeben.

Keyless-Schließsystem

Bei diesen Schließsystemen muss der Autobesitzer den Schlüssel nur bei sich tragen, dann öffnet sich die Autotür per Funk, ohne dass es einen Tastendruck braucht. Autos mit dem Komfort-Schließsystem sind deutlich leichter zu stehlen als Fahrzeuge mit normalem Funkschlüssel. Das zeigt unsere Untersuchung an über 60 Modellen.

Ridesharing

Ridesharing bedeutet das Teilen eines Fahrzeuges mit mehreren Mitfahrern. Das Fahrzeug kann ein Auto, Zug oder auch ein Boot sein. Oft wird für das Teilen eines Autos oder eines Zugtickets mit mehreren Insassen auch der Begriff „Mitfahrgelegenheit“ genutzt. Kommerzielle Rideshare-Anbieter wie Uber bieten billige urbane Transportmöglichkeiten.

Vernetztes Auto

Ein vernetztes Auto ist ein Fahrzeug, das über das Internet mit anderen Fahrzeugen und der Umwelt verbunden ist und in alle Richtungen kommunizieren kann.

 

Wenn euch weitere Begriffe rund um das Thema „Vernetzte Mobilität“ interessieren, schreibt uns in die Kommentare. Wir werden diese dann gerne in unser Vernetzungs-ABC aufnehmen.

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Katharina
Katharina
PR Referentin, Digitale Kommunikation (DKO)

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