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Happy Birthday, liebes Fahrrad!

200 Jahre nach seiner Erfindung ist das Fahrrad heute längst mehr als ein Fortbewegungsmittel.

Das Fahrrad feiert am 12. Juni seinen 200. Geburtstag. Es ist so populär wie nie und längst mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es scheint, als könnte es die Lösung für die zentralen Mobilitäts- und Umweltprobleme unserer Gesellschaft sein. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg.

Auch heute noch sind Radliebhaber mit Modellen nach dem Vorbild des Urfahrrads Draisine unterwegs.

Ursprünglich wurde das Fahrrad aus der Not heraus geboren. Im 19. Jahrhundert ließ eine jahrelange Nahrungsknappheit den Haferpreis durch die Decke gehen – und machte das damals wichtigste Fortbewegungsmittel besonders teuer: das Pferd. Inmitten dieser Krise startete der badische Erfinder Karl Freiherr von Drais zum ersten Ausflug mit seiner Draisine, einer Laufmaschine auf zwei Rädern. Er erreichte damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h, war also schneller als die Postkutsche. Eine Sensation und die Geburtsstunde des Fahrrads.

Die Sitzposition macht den Unterschied

Von Drais‘ hölzernem Laufrad bis zum maßgeschneiderten Kohlefaser-Hightech-Bike hat das Fahrrad eine enorme Technik-Evolution erfahren. Dieser Prozess kam 1870 mit der Erfindung der Hochräder entscheidend ins Rollen. In vielen Städten wurden sie jedoch wegen des großen Sturz- und Verletzungsrisikos verboten.

Das erste Fahrrad, das heutigen Modellen ähnelt, war das Rover Safety Bicycle des englischen Konstrukteurs John Kemp Starely von 1884. Durch den Pedalantrieb über eine Kette auf das Hinterrad und die niedrigere Sitzposition war es deutlich schneller, komfortabler und sicherer als die Vorgänger.

Das passende Modell für jede Zielgruppe

Heute gibt es für jede Zielgruppe die unterschiedlichsten Fahrradmodelle: Trendbewusste junge Städter sind auf Fixi-Rädern mit nur einem Gang, sogenannten Single-Speed-Modellen, unterwegs. Familien kutschieren den Nachwuchs auf Retro-Lastenfahrrädern zur Kita. Pedelecs mit eingebautem Elektromotor sind längst nicht mehr nur etwas für Senioren, sondern werden von Pendlern als Fortbewegungsmittel entdeckt. 2016 kauften die Deutschen 605.000 Räder mit Elektroantrieb, viermal so viel wie noch 2009.

Damit bewährt sich das Fahrrad in vielen Großstädten bereits als zukunftsweisende Lösung für drängende Verkehrs- und Umweltprobleme: Stau, CO2-Ausstoß, und Lärm? Das gibt es mit dem Fahrrad ebenso wenig wie Stickoxid-Emissionen und Feinstaub.

Erhöhtes Unfallrisiko mit Pedelecs

Trotz aller Innovationen und Erfolgsmeldungen sind Fahrradfahrer großen Gefahren ausgesetzt: Durch hastig geöffnete Autotüren, unachtsam abbiegende Lkws oder gewissenlose Hochgeschwindigkeitsradler. Oft unterschätzen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit von Zweiradfahrern, besonders betroffen sind davon die Fahrer der elektrifizierten Räder, die je nach Antrieb bis zu 45 km/h erreichen können. Ulrich Becker, ADAC Vizepräsident für Verkehr: „Die steigenden Zahlen tödlicher Unfälle bei Pedelec-Fahrern zeigen, wie wichtig gegenseitige Rücksicht, ein moderates Tempo und das Tragen eines Helmes sind“. Hier lest ihr, welche Gefahren bei Elektrorädern bestehen.

Hier findet ihr weitere Themen rund ums Fahrrad:

Quelle: Fabian Herrmann, ADAC Motorwelt, 06/2017

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums erscheint die Juni-Ausgabe der ADAC Motorwelt erstmals als Fahrrad-Spezialausgabe. Diese widmet sich einer Vielzahl von Fahrradthemen, vom Trekkingräder-Test über Pedelecs bis zum großen Fahrrad-Quiz, bei dem die Leser ihr Wissen testen können.


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Diana
Diana
Jahrgang 1990. Exil-Schwabe in Bayern. Studium in Bamberg und München. Mitarbeiterin in der digitalen Kommunikation.

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